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Erste Group-Chef Andreas Treichl
Erste Group-Chef Andreas Treichl - Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Letztes Update am 23.01.2013, 08:49

Treichl ventiliert große gemeinsame Ostbörse. Ob Wien, Warschau oder Bratislava: Der Standort sei dabei eher nebensächlich, so Erste-Chef Andreas Treichl.

Der Chef der Erste Group, Andreas Treichl, macht sich für eine große zentraleuropäische Börse stark. Warschau müsste bei einem solchen gemeinsamen Kapitalmarkt dabei sein. "Wo die Zentrale dieser Börse liegt, ob in Warschau, Bratislava oder Wien, muss egal sein", sagte Treichl in einem Interview im WirtschaftsBlatt. "Sonst bringt man nichts zusammen."

Szenario

Wer außer Wien und Warschau bei einer solchen großen CEE-Börse dabei sein sollte, umriss Treichl grob: "Man müsste schauen, hier möglichst viel zusammenzupacken. Prag müsste dazukommen, Bratislava gibt es praktisch nicht, in Ungarn ist es ein bisschen schwer momentan, aber je breiter, umso besser; am besten auch noch Bukarest und Zagreb dazu."

Der Erste-Chef sieht in Zentraleuropa noch viel Potenzial für Wachstum. In den nächsten 25 Jahren sollte die Region Süd-, West-und Nordeuropa klar überflügeln, bekräftigte er. Davon wolle auch die Erste Group profitieren. In Polen denkt er weiterhin über Zukäufe nach.

Problemkind Rumänien

Trotz der Schwierigkeiten in Rumänien und Ungarn stehe ein Rückzug nicht zur Debatte. In Rumänien habe die Bank nach den hohen Wertberichtigungen die Risikosituation im Griff, sagte er im Interview. Der - mittlerweile wieder beendete - Einstieg in der Ukraine sei kein strategischer Fehler gewesen.

Ob die Erste wie Raiffeisen beim Euribor aussteigen wird, ließ Treichl offen. "Man sollte nicht aussteigen, solange die Modalitäten noch in Prüfung sind."

(APA/sho) Erstellt am 23.01.2013, 08:50

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