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KURIER
Seit Monaten tümpelt der Zinssatz auf niedrigem Niveau dahin. - Foto: dpa/Boris Roessler

Letztes Update am 09.02.2012, 13:49

Leitzins in Eurozone wird bei 1 Prozent bleiben. Wie von Experten erwartet, lässt die EZB den Zinssatz niedrig. Wird sich die EZB bei einem Schuldenschnitt in Athen beteiligen?

Anfang Dezember drückten die Frankfurter Währungshüter den Leitzins auf einen historischen Tiefstand von 1,0 Prozent - und dabei wird es vorerst auch bleiben: Nach Einschätzung von Ökonomen dürften die sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums und die Chefs der Notenbanken der 17 Euro-Länder den Leitzins bei ihrer heutigen Zinssitzung unverändert lassen.

Griechenland im Fokus

Leitzins
Leitzins-Entwicklung in der Eurozone seit 2000, im Vergleich mit dem Leitzins in der USA. - Foto: Grafik: Schimper, Quelle: APA

Auch zusätzliche Maßnahmen gegen die Krise sind nicht zu erwarten, zumal zwei wichtige im Dezember angekündigte Maßnahmen noch gar nicht umgesetzt sind.

EZB-Präsident Mario Draghi wird sich auf der Pressekonferenz der Notenbank nach dem Zinsbeschluss aber wohl vor allem Fragen zur weiteren Strategie in Sachen Griechenland gefallen lassen müssen. In den vergangenen Wochen ist der Druck auf die EZB massiv gestiegen, bei einem Schuldenschnitt Athens mitzumachen und dies nicht nur den privaten Gläubigern zu überlassen. Bisher herrscht allerdings Uneinigkeit im EZB-Rat, wie dies aussehen könnte.

EPAepa03081197 Mario Draghi, President, European Central Bank speaks during a plenary session at the 42nd Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, 27 January 2012. The overarching theme of the Meeting, which will take place
Mario Draghi - Foto: EPA

Einer der derzeit hinter den Kulissen diskutierten Vorschläge sieht vor, dass die EZB auf Zinsgewinne aus ihren Anleihekäufen verzichtet. Sie hatte zu Beginn ihres Ankaufprogramms im Frühjahr 2010 die griechischen Papiere deutlich unter Nennwert erworben und würde somit am Ende der Laufzeit womöglich Gewinne einstreichen, während Banken und Versicherungen bluten müssen.

(APA/sho) Erstellt am 09.02.2012, 10:40

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