Letztes Update am 10.04.2012, 20:27
Die Rendite bei Bundesanleihen ist auf ein Rekordtief gesunken. "Ein gutes Zeichen", sagt Nationalbank- Gouverneur Nowotny.
Die Zinsen für deutsche Anleihen haben einen neuen Tiefstand erreicht. Bei Zehn-Jahres-Papieren lagen die Renditen nach den Osterfeiertagen bei 1,684 Prozent.
Auch die Republik Österreich hat sich am Dienstag am internationalen Kapitalmarkt wie geplant mit 1,2 Milliarden Euro refinanziert. Die Rendite bei der 2017 fälligen Bundesanleihe ist auf ein Rekordtief von 1,733 Prozent gesunken, sagte die Chefin der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA, Martha Oberndorfer. Das sei "ein gutes Zeichen", sagte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny. Der Triple-A-Verlust der Republik Österreich habe sich in dieser Form also "nicht so dramatisch" ausgewirkt. Der Staat Österreich sei in der Lage, sich günstig zu refinanzieren. Nowotny sprach von einem Vertrauensbeweis.
Die Renditen für die 2022 auslaufenden Emission blieben mit 2,905 Prozent in etwa auf dem Niveau von Anfang März. Dagegen hat sich der Zinsabstand zur deutschen Benchmark im zehnjährigen Bereich von 90 auf 110 Basispunkte ausgeweitet. "Österreich hat sich als sicherer Hafen ganz gut behaupten können", meinte Oberndorfer.
Mit dazu beigetragen hätten die besser als prognostiziert ausgefallenen Budgetdaten für das Jahr 2011. "Das ist am Markt sehr gut angekommen", so Oberndorfer. Wenn gute Zahlen kommen, unterstreiche dies das Vertrauen in Österreich.
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