Letztes Update am 23.04.2012, 16:23
Mit Jahresende läuft die Möglichkeit aus, alte Abfertigungsansprüche ins neue System zu wechseln.
Mehr als drei Prozent Rendite will die größte österreichische Vorsorgekasse VBV heuer erzielen. Beim Start der Abfertigung Neu 2003 waren die Erwartungen höher gesteckt: Sechs Prozent Ertrag waren im Gespräch.
Zu Jahresende läuft die Möglichkeit aus, alte Abfertigungsansprüche ins neue System zu wechseln, betont VBV-Chef Heinz Behacker. Rund 80 Prozent der Arbeitnehmer sind schon in der Abfertigung Neu erfasst. Die Dienstgeber zahlen 1,53 Prozent der Bruttobezüge ein.
Während von der Abfertigung Alt nur rund 15 Prozent profitierten (Anspruch nur bei Kündigung durch den Arbeitgeber), steht die Abfertigung im neuen System auch bei Selbstkündigung zu. Außerdem entstehen Ansprüche ab dem ersten Tag, in der Abfertigung Alt erst nach drei Jahren.
Milliarden
Die Performance der Abfertigungskassen beträgt im Durchschnitt drei Prozent, die Verwaltungskosten zwischen 1,8 und 3,5 Prozent.
2011 haben die zehn betrieblichen Vorsorgekassen 4,28 Mrd. Euro Vermögen verwaltet. Sie investieren das ihnen anvertraute Geld vorwiegend in Rentenfonds und Staatsanleihen.
Jährlich zahlen die Mitarbeiterkassen 250 bis 300 Mio. Euro aus. Die Anspruchberechtigen können wählen, ob sie sich die Abfertigung als steuerfreie Pension oder als Kapital, mit sechs Prozent Steuer belastet, auszahlen lassen.
Diskussion
Wirtschaft
"Abfertigung neu" nur halb so hoch wie versprochen
Das seit 2003 bestehende System der Abfertigungskasse ist für treue Arbeitnehmer ein Verlust.
Erträge
2012: Gutes Jahr für "Abfertigung Neu"
Durchschnittliches Plus von 4,3 Prozent - die drittbeste Performance seit der Gründung 2003.