Letztes Update am 30.05.2012, 11:37
Beben: Ferrari lässt Werk räumen.
Mehrere Sportwagenschmieden im Raum Modena ließen ihre Werke sicherheitshalber räumen. Betroffen waren Ferrari, Lamborghini und Ducati.
Die Sportwagenschmieden Ferrari und Lamborghini sowie der Motorradhersteller Ducati haben ihre Fabriken in dem italienischen Erdbebengebiet am Dienstag kurzfristig geschlossen.
Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 5,8 lag nahe der Stadt Modena, keine 20 Kilometer vom Ferrari-Sitz in Maranello entfernt.
Ferrari ließ seine Werkshallen in Maranello daher sicherheitshalber räumen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.
Das Beben habe zwar keine Schäden auf dem Gelände verursacht, die Arbeiter sollten aber die Möglichkeit haben, ihre Familien aufzusuchen, teilte ein Unternehmenssprecher mit.
(Bild: Enzo Ferrari Museum.)
Der Sportwagenhersteller beschäftigt in Maranello rund 3.000 Mitarbeiter.
(Bild: Ferrari-Teststrecke Pista di Fiorano.)
Mitte Mai erst meldete Ferrari ein Umsatzplus von 13,2% auf 556,1 Mio. Euro für das erste Quartal 2012.
(Bild: Enzo Ferrari Museum.)
1733 Boliden wurden in diesem Zeitraum ausgeliefert – um 11,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2011.
Ebenso geräumt wurde das Werk des Autoherstellers Lamborghini.
Sitz der Produktion ist Sant’Agata Bolognese zwischen Bologna und Modena.
Über 700 Mitarbeiter hat der Sportwagenhersteller mit dem Stier im Logo in der Region beschäftigt.
Der ehemalige Traktoren-Hersteller, seit dem Jahr 2000 zu 100 Prozent in die Volkswagen-Gruppe integriert, hat ebenso wie Ferrari seine Absatzzahlen steigern können.
Im Jahr 2011 wurden 1602 Fahrzeuge ausgeliefert - was einem Zuwachs von 23% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Umsatz ist im gleichen Zeitraum von 271 Millionen Euro auf 322 Millionen Euro angestiegen (+19 %).
Die wichtigsten Wachstumsfaktoren waren die zusätzliche Absatzsteigerung des meistverkauften Lamborghini aller Zeiten - des Lamborghini Gallardo…
…sowie die Einführung des neuen Topmodells Lamborghini Aventador LP 700-4.
Von Schäden verschont, aber dennoch sicherheitshalber geschlossen wurde auch das Ducati-Werk in Borgo Panigale.
Die Motorradschmiede wurde am 17. April 2012 von der VW-Tochter Audi für rund 860 Mio. Euro gekauft.
Das Datum wurde bewusst gewählt, hat VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech (Bild) an diesem Tag Geburtstag.
Piech liebt italienisches Design. Und Motorräder fehlten noch in der Produktpalette des Konzerns noch. "Seit 33 Jahren bin ich an der Sache dran", so der Volkswagen-Patriarch.
(Bild: Ducati-Werksfahrer Valentino Rossi.)
Ducati beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter,…
(Bild: Ducati Monster 795.)
…setzt jährlich rund 40.000 Motorräder ab und verbuchte 2011 einen Umsatz von 480 Millionen Euro.
(Bild: Nicky Hayden in Schräglage.)
(apa, dpa/js)
Erstellt am 30.05.2012, 11:34