Letztes Update am 29.04.2012, 17:38
Schreitet der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Europa so voran wie es die Pläne der Regierungen vorsehen, wird es für die 140 Atomkraftwerke Europas eng.
Denn AKW produzieren konstante Mengen von elektrischer Energie. Ein kurzfristiges Abschalten oder Zuschalten dieser Kraftwerke je nach Bedarf ist nicht möglich. Die Ökoenergieanlagen aber brauchen genau das: Wenn keine Sonne scheint oder kein Wind geht, muss rasch Ersatzenergie her. "Atomkraftwerke sind dazu unfähig. Sie werden in einer Energielandschaft, die stark von Ökostrom geprägt ist, überflüssig", erklärt Stefan Zach, Sprecher des niederösterreichischen Energieversorgers EVN.
Als flexible Ersatzenergieerzeuger werden künftig Gaskraftwerke eingesetzt werden müssen. Sie können sehr kurzfristig vom Netz genommen oder ans Netz geschaltet werden. Der Boom von Ökostrom muss daher europaweit mit einem kräftigen Ausbau von Gaskraftwerken einher gehen.
Zunehmend wichtig für die Energiekonzerne werden auch die Wetterprognosen. Anhand der Daten der Wettervorhersage müssen sie den Einsatz ihrer Kraftwerke planen. Während Wind mittlerweile ganz gut prognostizierbar ist, hapert es bei den Sonnenstunden. Denn schon ein bisserl Frühnebel wirft die Prognosen durcheinander.
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