Friday, May 25, 2012

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Börse startet freundlich ins neue Jahr

2011 waren die Börsen weltweit unter Druck, vor allem die Finanzwerte legten einen Sinkflug hin. Der ATX eröffnete heuer positiv.

Letztes Update am 02.01.2012, 18:43


NYSE: 2011 war das Börsenparkett glatt, die Händler freuen sich auf ein besseres Jahr 2012.

Es war ein zartes Pflänzchen am ersten Handelstag: Sowohl der ATX in Wien als auch der deutsche DAX starteten mit einem Plus ins neue Jahr. Der ATX schloss mit einem Plus von 2,61 Prozent, der DAX legte um 3 Prozent zu. Das Handelsvolumen war allerdings bescheiden – neben den umsatzstarken Börsen in Zürich und London blieben auch Tokio und die Wall Street in New York am Montag noch geschlossen.

Händlern zufolge konnten die Märkte von der am Jahresanfang vorhandenen Liquidität profitieren. "Am ersten Tag des Jahres nutzen viele Investoren wieder die Liquidität, nachdem sie ihr Portfolio bereinigt haben", sagte ein Fondsmanager.


Grafik: Achterbahnfahrt an den internationalen Börsen

2011 war bekanntlich kein gutes Jahr für Aktien, die internationalen Börsen schlossen - von wenigen Ausnahmen abgesehen - im Minus. Die Schuldenkrise hatte die Märkte vor allem in der zweiten Jahreshälfte fest im Griff. Jede Spekulation rund um die Rettung der pleitebedrohten Euroländer sorgte für ein hektisches Auf und Ab an den Märkten.

Unter den großen Finanzplätzen war lediglich der New Yorker Dow Jones mit 6 Prozent im Plus, die meisten europäischen und asiatischen Börsen wiesen eine negative Performance im zweistelligen Prozentbereich auf. Der Wiener Aktienindex ATX verzeichnete im internationalen Vergleich mit einem Rückgang von 35 Prozent ein sehr hohes Minus.

Auch für Anleger mit "grünen" Aktien war das Börsenjahr 2011 trotz der Atomkatastrophe von Fukushima und der deutschen Energiewende eine Enttäuschung.

"Realität besser als Börse vermittelt"


Grafik: ATX sowie die teuersten börsennotierten Unternehmen

Die Schuldenkrisen in Europa sowie in den USA, politische Unruhen in der Welt und die sinkende Kreditwürdigkeit großer Industrienationen: Im neuen Jahr wird es Investoren zufolge nicht viel anders.

Angesichts der schlechten Performance im heurigen Jahr meinen allerdings viele Experten, dass sich im kommenden Jahr Aktieninvestments nahezu aufdrängten. Die Fundamentaldaten seien vergleichsweise gut, die Bewertungen attraktiv. Die Volatilitäten werden aber weiter hoch erwartet.

Für Wien erwarten etwa die Experten der Erste Group im kommenden Jahr ein moderates Plus. Die Wiener Privatbank rechnet mit einem zweistelligen Plus beim ATX. Die Realität sei aber wesentlich besser, "als uns die Börse zu vermitteln scheint", meint Alfred Reisenberger, Leiter Asset Management bei der Wiener Privatbank. Die Unternehmen hätten ihre Hausaufgaben gemacht, so sei etwa die Verschuldung seit 2008 um ein Drittel gesunken, die Eigenkapitalrentabilität gestiegen.


Letztes Update am 02.01.2012, 18:43


Artikel vom 02.01.2012 10:58 | APA | sho, aho | « zurück zu Anlage


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