Friday, May 25, 2012

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Öl-Konflikt mit Iran: Fragen und Antworten

Der Preis für ein Barrel Öl kletterte auf den höchsten Stand seit neun Monaten. Hintergrund ist der Atomstreit mit dem Iran. Die wichtigsten Fakten.

Letztes Update am 20.02.2012, 12:13


Im Zeichen des Iran-Konflikts hat der Ölpreis den höchsten Stand seit neun Monaten erreicht. Ein Barrel (1 Barrel = 159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete Montagfrüh 120 Dollar.

Der KURIER hat wichtige Fragen und Antworten zur aktuellen Krise zusammengestellt...

Worum geht es? Der Westen wirft dem Iran vor, am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist dies zurück. Der Konflikt droht zu eskalieren.

Wie reagieren die beiden Seiten? Die EU strebt ein Ölembargo mit 1. Juli an. Der Iran kündigte Mitte Februar an, England und Frankreich nicht mehr mit Öl zu beliefern. Teheran droht auch, die Straße von Hormus zu schließen.

Welche Rolle spielt die Straße von Hormus? 2011 wurden täglich 17 Millionen Barrel Öl über diese Route transportiert. Das sind 40 Prozent der weltweit über den Seeweg erfolgten Öllieferungen.

Wo liegt das Nadelöhr? Wie hier auf diesem Satelllitenbild zu sehen, zwischen dem Persischen Golf (nördlich) und dem Golf von Oman (südlich) bzw. dem Arabischen Meer.

Warum ist der Iran als Lieferant so wichtig? Die EU ist mit einer Ölmenge von etwa 450.000 Barrel pro Tag nach China der größte Abnehmer iranischen Erdöls.

Und warum ist Öl als Exportartikel so wichtig für den Iran? Weil das Land Europa nicht viel mehr als Erdöl zu bieten hat: 90 Prozent der iranischen Exporte im Wert von 14,3 Milliarden Euro waren Öl. (Bild: Raffinerie im Iran)

Wer wäre von einer Sperre der Straße von Hormus betroffen? Vor allem die asiatische Wirtschaft und der Erdölproduzent Saudi-Arabien. (Bild: Raffinerie in Saudi Arabien)

Hätte eine Sperre Auswirkungen auf Österreich? Nicht unmittelbar. Die OMV bezieht laut eigenen Angaben derzeit kein Öl aus dem Iran bzw. über diese Route.

Woher kommt dann das Rohöl für die Raffinerie Schwechat (Bild)? Vor allem aus Österreich, Kasachstan, Libyen und Russland.



Letztes Update am 20.02.2012, 12:13


Artikel vom 20.02.2012 11:48 | KURIER | Stefan Hofer | « zurück zu Wirtschaft


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