Heißes Wochenende
Nach den heißen Tagen um Monatsmitte herum klingt der Juni mit der zweiten großen Hitzewelle diesen Jahres aus, und findet zumindest in den ersten Julitagen ihre Fortsetzung. Bereits der Freitag bringt es österreichweit über die 30-Grad-Marke, am Wochenende können dann in prädestinierten Orten sogar Hitzerekorde fallen.
Letztes Update am 28.06.2012, 13:43
Erfrischung in der Bärenschützklamm: Wasser und Schatten bringen am Wochenende Abkühlung (Foto: Felix Welzenbach, UBIMET)
Hitzegewitter beschränken sich meist auf das Bergland, am wahrscheinlichsten sind sie im Westen. Die Waldbrandgefahr ist trotz der Hitze nicht übermäßig hoch, da es in den vergangenen Wochen oft reichlich geregnet hat. Kopfbedeckung, Sonnencreme und eine Flasche Wasser zur Hand sind also Pflicht, wer am Wochenende Badeseen aufsucht oder im Freien grillt. Denn die Gefahr eines Hitzschlags oder Kreislaufprobleme ist groß - insbesondere ältere Menschen und Kinder sollten nicht aufs Trinken vergessen.
Freitag:
Am Freitag herrscht im Flach- und Hügelland oft ungetrübter Sonnenschein. Nur wenige, flache Quellwolken sind mit von der Partie. Dazu weht schwacher bis mäßiger Südost- bis Ostwind. Im Bergland entstehen nach sonnigem Start dagegen Quellwolken, die im Tagesverlauf zum Teil zu lokalen Wärmegewittern heranwachsen. Prädestinierte Gewitterregionen sind der Tiroler Alpenhauptkamm, Osttirol und die Obersteiermark, aber auch sonst sind sie nicht völlig auszuschließen. Nördlich der Alpen unterdrückt aufkommender, schwacher Südföhn meist die Gewitteraktivität. Wegen der sehr trockenen Luft in den Tälern können die Gewitter Sturmböen verursachen, Hagel ist ebenfalls ein Thema. Abends fallen die Gewitter meist rasch wieder in sich zusammen, die folgende Nacht verläuft meist klar.
Die Zufuhr subtropischer Luftmassen verstärkt sich, sodass ganz Österreich in den "Genuss" der 30-Grad-Marke kommt. In allen Landeshauptstädten wird diese Schwelle geknackt, die höchsten Werte werden voraussichtlich in Unterkärnten erreicht. Höchstwerte: 28 bis 34 Grad.
Samstag:
Im wesentlichen ändert sich am Wetter nur wenig, außer, dass der Schwerpunkt potentieller Wärmegewitter in den Westen Österreichs rückt. Die Gewitteraktivität dauert dann mitunter bis in die erste Nachthälfte hinein an. Einzelne kräftige Gewitter sind aber auch im Mühl- und Waldviertel möglich. Viel Sonne kann man wiederum im Flachland erwarten. Im östlichen Flachland kommt lebhafter Südostwind auf. Nördlich des Alpenhauptkamms greift der lebhafte Südföhn zum Teil bis in prädestinierte Täler durch, z.B. im Rheintal, Oberen Gericht oder Wipptal. Es wird ziemlich heiß: 30 bis 36 Grad.
Sonntag:
Nach verbreitet lauer Nacht mit Temperaturen oft über der 20-Grad-Marke (eine sogenannte Tropennacht) sorgt die kräftige Tageserwärmung rasch für die Bildung von Quellwolken. Im Berg- und Hügelland steigt somit allgemein ab Mittag die Gefahr von Hitzegewittern an. Die Wettermodelle deuten dabei auf punktuell große Regenmengen innerhalb kürzester Zeit hin, auch großer Hagel und Sturmböen sind wahrscheinliche Begleiterscheinungen. Nach wie vor trocken und drückend heißt bleibt es in im östlichen Flachland sowie in den südlichen Beckenregionen. Einzelne, heftige Gewitter können abends auch das nördliche Salzburg sowie Oberösterreich erreichen. Im Gebirge weht weiterhin föhniger Südwind, im östlichen Flachland der obligatorische lebhaft auffrischende Südostwind. Mit 30 bis 37 Grad knabbern die Höchstwerte an den Allzeitrekorden.



