Unwetter auch am Donnerstag: Viel Regen und Hagel
Am Donnerstag zogen erneut zahlreiche teils unwetterartige Gewitter über Österreich hinweg. Der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit befand sich dabei in der Steiermark. Sintflutartiger Regen sorgte im Paltental für Katastrophenalarm und Evakuierungen, Hagelschloßen bis zu 7 cm Größe nördlich von Feldbach wurden beobachtet.
Letztes Update am 22.06.2012, 14:03
Hagel bis 5 cm (uwz.at-User "Hieb")
In der erneut sehr labilen und energiereichen Luft entstanden ab dem frühen Donnerstagnachmittag vor allem im Steirischen Bergland zahlreiche kräftige Gewitter. Die Gewittertätigkeit erreichte in den Abendstunden ihren Höhepunkt und erst im Laufe der Nacht schwächten sich die Gewitter nach und nach wieder ab.
Am Abend verstärkte sich ein heftiges Gewitter über der Oststeiermark weiter, es verursachte gegen 19 Uhr nordwestlich von Feldbach (ST) eventuell sogar einen kurzlebigen Tornado. Dabei wurde immerhin eine sogenannte "Wall Cloud" (tief herabhängende, rotierende Wolkenbasis) beobachtet, ein Tornado konnte jedoch nicht bestätigt werden.
Ganz andere Sorgen hatte man von Leoben bis Trofaiach sowie in Deutschfeistritz: Dort fielen Hagelschloßen bis zu 5 cm Durchmesser vom Himmel, vereinzelt sogar 7 cm wie in Auersbach (6 km nördlich von Feldbach) - bei dieser Größe bleiben Schäden an Autos, Gebäuden und in der Landwirtschaft nicht aus. Auch im Osten Innsbrucks fiel größerer Hagel, Sturmböen deckten im Unterinntal Dächer ab.
Außerdem fielen zum Teil wieder sehr hohe Regenmengen: Am Präbichl (Steiermark) kamen innerhalb von 12 Stunden beinahe 90 l/qm vom Himmel, im nahegelegenen Kalwang war es mit rund 84 l/qm nur unwesentlich weniger. Diese Mengen entsprechen bereits rund 2/3 der dort üblichen Menge für den gesamten Juni.
Höchste Regenmengen von Do, 21.06.12, 14 Uhr bis Fr, 22.06.12, 2 Uhr:
89,9 l/qm Präbichl (ST)
84,3 l/qm Kalwang (ST)
63,6 l/qm St. Veit/Pongau (S)
52,6 l/qm Kapfenberg (ST)
50,3 l/qm St. Johann/Pongau (S)
Überschwemmungen gab es in der Obersteiermark an mehreren Stellen, am stärksten betroffen war aufgrund der großen Regenmengen das Paltental, vor allem in Treglwang, Trieben und Gaishorn wurden Infrastruktur und Häuser stark in Mitleidenschaft gezogen.



