Der neueste Trend heißt Chrono-Diät

smiling woman with tablet pc cooking vegetables
Foto: /lev dolgachov/iStockphoto   

Bestimmte Essenszeiten und längere Pausen geben Zeit, um Fett zu verbrennen.

Fastenzeit ist – 40 Tage lang haben wir wieder Gelegenheit, unser Leben zu verändern, uns  in Mäßigung und Verzicht  zu üben – mit dem angenehmen Nebeneffekt der Gewichtsreduktion. Anleitungen dafür gibt es viele. Doch neben   beliebten Trends der vergangenen Jahre wie Low-Carb, Detox oder Basenfasten, gibt es immer wieder neue Konzepte, die das ultimative Fastenerlebnis samt Gewichtsabnahme versprechen.    Kennen Sie zum Beispiel schon „Le Forking“? Dahinter steckt die  simple Idee, zum Essen nur eine Gabel zu verwenden.

Angesichts der großen Freude der modernen Menschen am bewussten Fasten trifft sich gut, dass Wissenschaftler  eine neue Erkenntnis entdeckt haben: „Der Körper ist von Natur aus aufs Fasten gepolt“, sagte etwa der Biologe Mark Mattson vom National Institute of Aging in Baltimore kürzlich in einem Interview.  Bestimmte Esszeiten, gepaart mit längeren Ess-Pausen – vor allem nachts  – tun Mattson zufolge nicht nur dem Stoffwechsel gut, sondern können auch das Gewicht reduzieren.

Mehrere Namen für das gleiche Prinzip

Trend Kurzzeit-FastenIntervall-Fasten nennt sich das neumodern. Und dieses Kurzzeit-Fasten ist jetzt der neue Megatrend, der ausgehend von den USA immer mehr Anhänger findet. Dort spricht man  übrigens von time-restricting eating. Das ist wenig überraschend, denn während des nächtlichen Ruhe sowie davor zehn bis zwölf Stunden nichts zu essen, klingt einfacher, als  tagsüber mühsam Kalorien zählen zu müssen. „Je länger die Fastenperiode während der Nacht, desto mehr Fett wird verbrannt“, sagt die deutsche Ernährungswissenschaftlerin und Diätbuch-Autorin Elisabeth Lange. Sie nennt das Intervall-Modell „Uhr-Diät“ und beschreibt in ihrem aktuellen Buch, wie sie wieder lernte, im  Ernährungsverhalten ihren inneren Taktgebern mehr und mehr die Zügel zu überlassen. Denn: „Unser hypermodernes Leben bringt es fertig, diesen uralten Mechanismus auszuhebeln.“

Wichtig ist, wann wir essen - nicht was

Dass diese Ess-Rhythmen viel besser der inneren Uhr des Menschen entsprechen, als der modern-hektische Alltag, betonen auch Chronobiologe Jan-Dirk Fauteck und Präventionsmediziner Thomas M. Platzer.  „Es ist nicht nur wichtig, wie viel wir essen, sondern vielmehr, wann wir was essen“, schreiben sie in ihrem Buch „Die Chrono-Diät“.  Damit vermittle man dem Organismus „Routine statt Chaos“ und wirke einer Dauerausschüttung von Stress- und anderen Hormonen entgegen.  Die dadurch angestoßenen biochemischen Effekte sollen generell die Gesundheit fördern.

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(Kurier) Erstellt am
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