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KURIER
Mitt Romney hat - jetzt ist es auch offiziell - Paul Ryan als seinen Vize ausgewählt. - Foto: dapd

Letztes Update am 11.08.2012, 15:40

Ryan wird Romneys zweiter Mann. Mitt Romney hat seinen Mitstreiter gefunden - jetzt ist auch offiziell: Der 42-jährige Paul Ryan, Hardliner in Schuldenfragen, wird Vize.

Der republikanische Bewerber um das US-Präsidentenamt, Mitt Romney, wird den Kongressabgeordneten Paul Ryan zu seinem Vize-Kandidaten machen.  Romneys Wahlkampfteam teilte dies am Samstag offiziell in einer E-Mail mit; auch über die eigens für die Vize-Wahl ins Leben gerufene Smartphone-App "Who will be Mitt`s VP" wurde dies bestätigt.

Romney werde seine Wahl noch am Samstag offiziell bekanntgeben, sagte zuvor ein Parteifunktionär, der anonym bleiben wollte. Medien hatten bereits darüber spekuliert, dass Ryan Romneys Favorit sei. Die Präsidentenwahl findet am 6. November statt. Dann tritt Romney gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama an.

Nachwuchsstar

Der 42-jährige Ryan gilt als Nachwuchsstar der republikanischen Partei, im Repräsentantenhaus kümmert er sich federführend um die Haushaltspolitik. Ob er der "Running Mate" ist, mit dem Romney das Demokraten-Duo Barack Obama und Joe Biden bei den Wahlen im November schlagen will, wird am Samstagmorgen (9.00 Ortszeit/15.00 Uhr MESZ) in Norfolk (Bundesstaat Virginia) bekanntgegeben. Das soll an Bord des US-Kriegsschiffes "USS Wisconsin" aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs geschehen.

Ryan wurde 1998 mit gerade mal 28 Jahren zum Abgeordneten des Repräsentantenhaus gewählt - er setzt sich dort für Steuersenkungen und Sozialkürzungen ein und ist damit einer der Lieblingsgegner von Obamas Leuten. Als wichtigstes politisches Ziel hat Ryan immer wieder ausgegeben, eine schuldenfreie Nation an die nächste Generation übergeben zu wollen.

Im April 2011 sorgte Ryan für Aufregung, als er den republikanischen Haushaltsentwurf unter dem Titel "Der Weg des Wohlstands (The Path of Prosperity)" vorstellte. Ryan forderte darin drastische Veränderungen bei der medizinischen Versorgung: Er will die staatlichen Gesundheitsprogramme für arme und ältere Menschen kürzen, was die Demokraten empört. Obama kritisierte Ryans Plan als "kaum verschleierten Sozialdarwinismus", wie USA Today schrieb.

Spekulationen

In den vergangenen Tagen hatte es in den USA immer wieder Spekulationen um die Personalie gegeben. Neben Paul Ryan wurden unter anderem gehandelt: der frühere Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, Senator Rob Portman aus Ohio und der Gouverneur von Virginia Bob McDonnell. Auch die Namen von Senator Marco Rubio aus Florida und dem Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, wurden als mögliche Kandidaten ins Spiel gebracht.

Romney habe Freitagabend mit anderen Kandidaten telefoniert, aber ihnen nicht gesagt, für wen er sich entschieden habe, berichtete die New York Times unter Berufung auf einen führenden Mitarbeiter der Republikaner. Er habe aber nicht enthüllt, auf wen seine Wahl gefallen sei.

(apa/rts/afp/ep) Erstellt am 11.08.2012, 08:14

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