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KURIER
"It's not Margaret Thatcher" nennt sich die Skulptur, die den ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser zeigen soll. - Foto: APA-FOTO: UDO FON

Letztes Update am 01.06.2012, 12:28

Grasser-Skulptur aus Swarovski-Steinen. Ein Künstler hat den Kopf des früheren Finanzministers Karl-Heinz Grasser aus 3.500 Swarovski-Kristallen nachgebildet.

Der Wiener Künstler Udo Fon, Jahrgang 1971, eröffnete am Donnerstagabend sein Atelier in Anwesenheit des glitzernden Karl-Heinz Grasser - oder zumindest seinem Kopf. Unter dem Titel "48 Stunden Macht und Korruption" hat Fon für seine erste Werkschau unter anderem eine Büste des früheren Finanzministers gefertigt, die aus 3.500 Swarovski-Kristallen besteht. Diese ruht auf einem Stapel Akten aus jenen Telefonüberwachungsprotokollen, die von Grassers Handygesprächen mit Meischberger & Co. angefertigt wurden.

   Auch wird eine 20 Quadratmeter große Collage mit einem Foto des gestürzten und ermordeten libyschen Herrscher Muammar al-Gaddafi präsentiert. Zwar sei Grasser sicher, dass man ihn nie erwische, und die Machthaber im Nahen Osten würden schalten und walten wie im Mittelalter, so Fon in seiner Ankündigung. Aber zugleich lasse sich konstatieren: "Es bewegt sich was. Mehr Transparenz, mehr Demokratie, mehr Gerechtigkeit, eine neue Renaissance. Das sind realistische Möglichkeiten, wenn man `die da oben` nicht so weitermachen lässt wie bisher."

   Fon wird nach der Eröffnung seines Ateliers 48 Stunden lang in den Räumlichkeiten campieren, die während dieser Zeit kostenlos besucht werden können.

INFO: "48 Stunden Macht und Korruption" ab Donnerstag, 19 Uhr bis Samstag 19 Uhr in der Großen Neugasse 6, 1040 Wien.

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(APA) Erstellt am 31.05.2012, 10:47

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