Letztes Update am 27.08.2012, 17:53
Elf Fakten über Heinz-Christian Strache.
ORF-Sommergespräche, Teil drei: Heute Abend ist der Chef der FPÖ zu Gast bei Armin Wolf. Zur Einstimmung ein paar Info-Häppchen über den blauen Boss.
"Den hab ich doch schon mal in der Disco gesehen!" Wer über den blauen Anführer noch nicht so viel Bescheid weiß - hier ein paar Infos zu HC Strache.
Herkunft und politischer WerdegangGeboren wird Strache am 12. Juni 1969 in Wien. Er wächst bei der alleinerziehenden Mutter auf und besucht acht Jahre lang ein Internat. In seiner Jugend knüpft er Kontakte ins rechtsradikale Lager. Nach Abschluss seiner Zahntechniklehre tritt er in die Haider-FPÖ ein und wird mit 21 Jahren Bezirksrat. Einzug ins Wiener Rathaus im Jahr 1996, acht Jahre später löst er Hilmar Kabas als FPÖ-Chef in Wien ab. Im blauen Krisen-Jahr 2005 übernimmt er schließlich auch die Bundespartei und führt sie in den Jahren danach zu mehreren Wahlerfolgen, zuletzt bei der Wien-Wahl 2010.
Erster Spitzname..."Bumsti". Jetzt: "Schatzee" (darf aber nur Freundin Andrea sagen)
Erste politische AussendungAm 12. Mai 1993 flattert die erste politische Aussendung des damaligen FP-Bezirksrats in die Redaktionsstuben des Landes. Strache beschwert sich darin über das "Verwirrspiel" rund um das Mautner Markhof’sche Kinderspital in Wien-Landstraße. Die geplante Absiedlung der dortigen Kinderchirurgie ins SMZ-Ost sei "unverantwortlich", moniert er. Fünf Jahre später wird das Kinderkrankenhaus geschlossen. Bis Mitte 2000 dient es als Quartier für Flüchtlinge aus dem Kosovo - was bei Strache erneut große Bedenken hervorruft.
HobbysSport, Schach, Rappen, Ausgehen, früher: Paintball
Wie beschreibt er sich selbst?"Ich bin der Zorro der innenpolitischen Landschaft, der für soziale Gerechtigkeit eintritt."(Getätigt im November 2004, nachdem bekannt geworden war, dass er einen Salzburger Arzt zum burschenschaftlichen Säbelduell aufgefordert hatte, weil dieser eine Rede Straches kritisiert bzw. ihn beleidigt haben soll)
FamilienstatusGeschieden, zwei Kinder, Freundin Andrea ("Er schaut mir gerne zu, wenn ich mich umziehe")
Das sagen die politischen GegnerLob von der Konkurrenz erhält Strache nur äußerst selten. SPÖ-Kanzler Faymann hält ihn für einen "Hassprediger", die ÖVP diagnostiziert bei Strache "Realitätsschwächen" und "Verfolgungswahn". Die Grüne Bundessprecherin Glawischnig attestiert ihm eine "unglaubliche Wehleidigkeit". "Weiter rechts ist nur der Abgrund", meint BZÖ-Chef Bucher über die Strache-FPÖ. Sein heutiger Parteikollege und Ex-BZÖ-Mann Gerhard Dörfler sagte einmal: "Besser a guter Sozi wie a schlechter Strache."
Wie würde er Europa retten?Geht es nach Strache, sollen starke Volkswirtschaften wie Österreich, Deutschland und Holland eine eigene Kern-Eurozone bilden. Wirtschaftlich schwache Länder wie Griechenland sollen aus der Währungsunion ausscheiden und keine Hilfszahlungen mehr erhalten. Den Europäischen Rettungsschirm ("Sadomaso-Vertrag") lehnt er ebenso wie den Fiskalpakt ab. Eine Alternative dazu hat er allerdings nicht. Im "Worst Case" will Strache aus EU und Euro austreten und den Schilling wiedereinführen.
Hat eine besondere Vorliebe für…Blondinen. Und Kalenderspruch-Postings auf Facebook - Beispiel: "Manchmal muss man nur auf sein Herz hören, um das Richtige zu tun – es weist dir den Weg, wenn Erfahrung und Vernunft noch überlegen ♥"
Albernste Aussage"Wir sind die neuen Juden." (Februar 2012)
Hätte es leichter ohne…Martin Graf. Und die FPK.Nächste Woche: Elf Fakten über Michael Spindelegger. Bereits erschienen: Elf Fakten über Josef Bucher, Elf Fakten über Eva Glawischnig
Um das Sommergespräch mit Heinz-Christian Strache noch spannender zu machen, hat der KURIER für Sie ein Buzzword-Bingo zusammengestellt. Einfach den Spielplan downloaden und ausdrucken. In einer Gruppe das Sommergespräch schauen. Immer wenn eines der Schlagworte fällt, auf dem Plan abhaken. Gewonnen hat, wer als erster eine Reihe voll hat.
FPÖ-Chef Strache.
(KURIER)
Erstellt am 27.08.2012, 11:24