Letztes Update am 10.10.2012, 20:59
Das war die Olympia-Schlussfeier.
Bei der letzten Olympia-Party stellten die Briten eindrücklich unter Beweis, dass sie die Pop-Nation Nummer eins sind.
Noch einmal waren Sonntagabend im Olympiastadion von London alle Nationen vereint, um die Spiele zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Die Feier war äußerst musikalisch und ausgelassen.
Eins vorne weg: Beate Schrott (r.) machte als Fahnenträgerin für Österreich eine genauso ausgezeichnete Figur wie bei ihrem Einzug ins Finale über 100 Meter Hürden.
Für die Schlussfeier hatten sich die Organisatoren noch einmal einiges einfallen lassen. Unter dem Titel "A Symphony of British Music" hat Gestalter und Kreativdirektor Kim Gavin in einer rund dreistündigen Show alles in das Olympia-Stadion gezaubert, was London, die Briten, deren Musik und Kultur ausmacht.
Das Olympiastadion war in stimmiges Licht getaucht.
Und die Briten, die waren einmal mehr begeistert.
Für ein paar letzte Stunden brannte die Olympische Flamme.
Dann begann die Show, an der laut ÖOC folgende Athleten aus Österreich teilgenommen haben: Michael Lahnsteiner, Corinna Kuhnle, Gerhard Mayer, Andreas Vojta, Thomas Daniel, Nadine Brandl, Livia Lang, Andreas Scherhaufer, Eva Maria Schimak, Lara Vadlau, Lisa Perterer, Andreas Giglmayr, Caroline Weber, Hilde Drexler, Ludwig Paischer, Markus Rogan, Yvonne Schuring, Viktoria Schwarz, Sabrina Filzmoser, Ivona Dadic, Nico Delle Karth, Matthias Schmid und Florian Reichstädter.
Im Unterhaltungsteil wurde ein Tagesverlauf nachgestellt - beginnend mit dem morgendlichen Verkehrschaos.
Emili Sande eröffnete den musikalischen Teil, der viele bekannte Bands im Einsatz sah.
Mit von der Partie: Die Ska-Legenden Madness.
Auch die Pet Shop Boys traten auf.
Ray Davies von den Kinks gab "Waterloo Sunset".
Ein Nachbau des Big Ben erinnerte jeden an den Austragungsort der Spiele 2012.
Auch Stomp war vertreten.
Dann folgte der Einzug der Athleten, der ja eigentlich auch ein Auszug war.
Aus aller Herren Länder waren noch einige Sportlerinnen und Sport für die letzte Party geblieben.
Die meisten davon hatten richtig viel Spaß, wie zum Beispiel die Äthiopier.
Aus unerfindlichen Gründen fiel auch Kunstschnee.
Alles im Blick hatten IOC-Präsident Jacques Rogge und Prinz Harry.
Lustig verkleidet tauchten diese Sportler aus Mexiko auf.
Besonders genießen konnten die Abschlussfeier die Medaillengewinner des Marathon, die traditionell am Ende ausgezeichnet werden.
Dass George Michael auf der Bühne stand, verdankte das Publikum auch den Ärzten im Wiener AKH.
In London spielte der Sänger übrigens nicht exklusiv für Prinz Harry als Vertreter der Krone.
Auch Pop-Queen warf sich stimmgewaltig in die Pose.
Nicht missen wollten die Organisatoren Auftritte von Kate Moss und ihren britischen Model-Kolleginnen.
DJ Fatboy Slim heizte als Krake ein.
Für eines der absoluten Highlights sorgten die Spice Girls.
Victoria Beckham, auch Posh Spice genannt, und ihre Kolleginnen ließen einige Athletenherzen zu später Stunde höher schlagen.
Richtig lustig wurde es, als Eric Idle "Always Look on the Bright Side of Life" darbot.
Die Legende von Monty Python stellte Liam Gallagher und seine Band Beady Eye, die eine launische Version des Oasis-Hits "Wonderwall" zu bieten hatten, definitiv in den Schatten.
Brian May und ein projizierter Freddie Mercury sorgten für die Queen-Beiträge.
Dann wurde die Olympische Flagge an Brasilien und Rio de Janeiro übergeben, wo die Olympischen Spiele 2016 stattfinden werden.
Rios Bürgermeister Eduardo Paes übernahm die Flagge, worauf sich der nächste Veranstalterort auch musikalisch präsentieren konnte.
Auf ein Feuerwerk folgten die unvermeidbaren Reden der Offiziellen. Dann erklärte IOC-Präsident Jacques Rogge die XXX. Olympischen Spiele für beendet.
Nach 17 Tagen Sport musste das Olympische Feuer erlöschen. Der Abgesang kam passenderweise von der ehemaligen Boygroup Take That, die schon ein wenig an eine Altherrentruppe erinnerte.
Als die Flamme ganz spektakulär unspektakulär ausgegangen war, kamen The Who mit einem Medley einiger ihrer größten Hits und das Stadion bebte noch einmal.
So gingen die Spiele würdig zu Ende.
(kurier)
Erstellt am 12.08.2012, 23:51