Letztes Update am 20.07.2012, 10:08
Spanien: Knüppel gegen Demonstranten.
Hunderttausende protestieren gegen das Sparpaket von Ministerpräsident Rajoy. Polizei in Madrid agiert nicht zimperlich.
Pensionisten, Ärzte, Verwaltungsangestellte, Lehrer, Feuerwehrleute, Studenten: Zigtausende Spanier sämtlicher Berufsstände haben am Donnerstagabend im Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid gegen das Sparpaket der Regierung protestiert. Dabei kam es auch zu Zusammenstößen mit der Polizei.
Die großen spanischen Gewerkschaften CCOO und UGT hatten zu Protesten in mehr als 80 spanischen Städten aufgerufen. Hunderttausende folgten ihrem Aufruf. Im Bild: Demo in Madrid.
Im Zentrum der Hauptstadt Madrid versammelten sich die Demonstranten unter dem Motto "Sie wollen das Land ruinieren, das müssen wir verhindern".
Die Polizei in Madrid setzte Gummigeschoße gegen Teilnehmer des Massenprotests ein. Zudem trieb sie am Abend am zentralen Platz Puerta del Sol kleinere Gruppen von Demonstranten mit Schlagstöcken auseinander. Angaben über Verletzte oder Festnahmen liegen nicht vor.
Die Feuerwehr erfrischt die Demonstranten in Madrid mit einer Wasserdusche.
Ministerpräsident Rajoy hatte davor ein neues Sparpaket angekündigt, mit dem der Haushalt bis Ende 2014 um 65 Milliarden Euro entlastet werden soll. Unter anderem sollen die Mehrwertsteuer von 18 auf 21 Prozent angehoben und die Arbeitslosenhilfe gekürzt werden.
Ein Demonstrant in Malaga hält ein Poster mit der Aufschrift: "Rajoy stiehlt es dem Arbeiter und gibt es dem Banker"
Feuerwehrleute im Clinch mit der Polizei.
Polizei im Abwehrkampf gegen Demonstranten in Madrid.
Die Polizei im Einsatz gegen Demonstranten in Madrid.
Polizei gegen Feuerwehr.
Die Polizei im Einsatz gegen Demonstranten in Madrid.
Eine Demonstrantin fordert die Polizei heraus.
Ein Bettler beobachtet die Demo-Szenerie in Madrid.
In Malaga nahmen auch Hunde an der Demo teil.
"Macht eure Augen auf, die Krise endet, wenn unsere Rechte enden", meint dieser Demonstrant in Malaga.
(apa/jt)
Erstellt am 20.07.2012, 09:53