Sarrazin: "Europa braucht keinen Euro"

Sarrazin provoziert mit seinen Thesen zur muslimischen Migration
Foto: dpa/Stephanie Pilick Thilo Sarrazin, Ex-Bundesbanker, ist überzeugt: Der Euro ist unnötig.

Nach seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" provoziert Thilo Sarrazin erneut und kritisiert die Euro-Rettung.

Der im deutschen Establishment umstrittene Ex-Politiker Thilo Sarrazin kritisiert nach der Einwanderungspolitik nun die Euro-Rettung: Ende Mai bringt er ein von Euro-Kritikern mit Spannung erwartetes Buch mit dem Titel: „Europa braucht den Euro nicht“ heraus. Untertitel: „Wie uns das politische Wunschdenken in die Krise geführt hat.“

Mit der drohenden Staatspleite einzelner Länder scheine der Traum der europäischen Währungsunion ausgeträumt, so Sarrazin laut seinem Verlag dva. Auch wenn Kanzlerin Merkel mit ihrem Diktum „Europa scheitert, wenn der Euro scheitert“ jüngst noch einmal diese Schimäre beschworen habe, müsse man sich fragen, ob man um jeden Preis am Euro festhalten wolle. In dem Buch zeichne Sarrazin „in bewährt kritischer Manier die Geschichte des Euro nach“, so dva: „Er zeigt, dass unsere wirtschaftlichen Probleme ursächlich auf Mängel der politischen Führung zurückgehen.“ Abschließend präsentiere Sarrazin konkrete Maßnahmen und „eine Marschroute für Europa“.

Der Sozialdemokrat Sarrazin hatte in der Spitzenebene des deutschen Finanzministeriums Karriere gemacht, war lange Finanzminister der rot-roten Berliner Landesregierung gewesen und zuletzt Vorstand der Bundesbank, die er wegen seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ verlassen musste. In dem Buch, das 2010 das meist verkaufte Sachbuch in Deutschland war, kritisiert Sarrazin vor allem die Nachlässigkeit Deutschlands bei der Einforderung von mehr Integration seiner Migranten.

(kurier / Reinhard Frauscher, Berlin ) Erstellt am
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