Letztes Update am 22.04.2012, 09:24
Die Mrd.-Verluste griechischer Banken.
Griechische Banken legten ihre Ergebnisse für das Krisenjahr 2011 vor und gaben dabei ihre Verluste durch Umschuldungen bekannt.
Die griechischen Banken haben ihr Jahresergebnis für 2011 bekannt gegeben und dabei auch den Umfang ihrer Verluste aus der Umschuldung der Staatsanleihen offen gelegt.
Die Nationalbank, größte Handelsbank des Landes, verzeichnete demnach mit 12,3 Milliarden Euro - davon 11,7 Milliarden Euro aus dem Anleihentausch - die höchsten Verluste.
Generaldirektor Apostolos Tamvakakis erklärte, seine Bank werde ihre Anstrengungen zur Kapitalaufstockung fortsetzen und weiter der "Stabilitätspol" des Bankensystems im Hinblick auf die Rekapitalisierung bleiben.
Griechenlands zweitgrößte Geschäftsbank, die Alpha Bank, errechnete einen Verlust von 3,8 Milliarden Euro aufgrund des Anleihentauschs.
Die Eurobank ist das drittgrößte Finanzinstitut und musste im Jahr 2011 Verluste in Höhe von 5,5 Milliarden Euro hinnehmen, davon waren 4,6 Milliarden Euro dem Anleihentausch geschuldet.
Die Piräus-Bank gab ihre Verluste mit 6,3 Milliarden Euro an. Davon entfielen 5,9 Milliarden Euro auf den Anleihentausch.
Der Anleihentausch ermöglicht es der Regierung in Athen, 107 der 350 Milliarden Euro Staatsschulden loszuwerden. Insgesamt sollen die privaten Gläubiger nach Nennwert auf 53,5 Prozent ihrer Darlehen verzichten. Der Schuldenschnitt war verknüpft mit der Zusage eines zweiten Rettungspakets von Eurozone und Internationalem Währungsfonds (IWF), mit dem eine Pleite des Lands vermieden werden soll.
(apa, afp/js)
Erstellt am 22.04.2012, 09:22