EURO 2012 EM Abseits: Danzig & Posen Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 13.06.2012, 08:41 Bildergallerie drucken An Instapaper senden EM Abseits: Danzig & Posen. Die schönsten Sehenswürdigkeiten der EM-Austragungsstädte Danzig und Posen in Polen. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild In der alten Hansestadt Danzig (oder Gdańsk) haben die polnischen Restauratoren ihr Meisterwerk vollbracht: Das gesamte historische Stadtzentrum wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. So fühlt man sich in die Zeit des 16. Jahrhunderts zurückversetzt, wenn man an den prachtvollen Patrizierhäusern vorbei schlendert. Die Langgasse bildet zusammen mit dem Langmarkt den Königsweg. Sie gehören zu den schönsten Straßen von Danzig. Das beeindruckendstes Gebäude am Markt ist der Artushof (Bild rechts), im 15. Jahrhundert als Verbandshaus errichtet und kürzlich saniert. Nebenan, im Rechtstädtischen Rathaus, kann in prunkvollen Sälen die Ausstellung des Historischen Museums besichtigt werden. Der 82 Meter hohe Turm bietet einen phantastischen Ausblick auf die Stadt. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in dem Viertel zählt die gotische Marienkirche, das größte Gotteshaus in Polen. Sie fasst mehr als 20.000 Menschen. In mühevoller Kleinarbeit wurde nicht nur die Kirche wieder aufgebaut, sondern auch die meisterhafte astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert restauriert. Die neun Hauptstraßen des Viertels führen durch Tore zum Ufer der Mottlau. Sie werden von zahllosen kleinen Gassen geschnitten. Viele Cafés und Restaurants in dem Viertel laden nach dem Bummeln zum Verweilen ein. Das hölzerne Krantor an der Mottlau wird heute als Schifffahrtsmuseum genutzt. In der Nähe fahren Passagierschiffe in Richtung Ostsee und zur Westerplatte ab, wo 1939 der 2. Weltkrieg begann. Am gegenüber liegenden Ufer befindet sich das historische Speicherviertel ... ...das Schritt für Schritt saniert wird. Posen Der Posener Markt ist der drittgrößte in Polen und nimmt sogar eine Fläche von zwei Hektar ein. Der Markt wird von zweistöckigen Bürgerhäusern gesäumt. Hier ist der beste Ort um Restaurants, malerische Cafes und Bars zu besuchen. Einst war der Alte Markt ein Handelszentrum in Posen (oder Poznan), heute haben hier jedoch nur noch die Andenkenhändler ihre Stände. Im Juni findet hier der Johannismarkt statt - dann verwandelt sich der Alte Markt wieder in einen Handelsplatz, auf dem man fast alles finden kann. Das wichtigste Gebäude ist das Rathaus. Früher wurde hier über die Geschicke der Stadt entschieden und Recht gesprochen. Heute ist das Rathaus eine der bekanntesten Renaissance-Bauten in Polen. Der älteste Teil des Rathauses sind die frühgotischen Kellerräume mit Kreuzrippengewölbe. Die im ersten Stock befindliche Große Halle ist einer der schönsten Renaissance-Räume in Polen. Ihr von zwei Pfeilern gestütztes Gewölbe schmücken Bilder von Tieren, mythologischen und biblischen Gestalten sowie Darstellungen der Sonne, des Mondes und der Planeten. Im Königssaal nebenan zieht ein Renaissance-Kamin mit dem Stadtwappen die Aufmerksamkeit auf sich. Die Gerichtskammer überspannt ein Renaissance-Gewölbe aus der Mitte des 16. Jahrhunderts; hier steht außerdem eine Statue des letzten polnischen Königs - Stanislaus August Poniatowski. Gegenwärtig ist das Rathaus der Sitz des Stadtmuseums Posen. Vom Rathausturm herab ist täglich das Posener Turmlied zu hören. Posen ist eine der wenigen polnischen Städte, in welchen es gelang, die wichtigsten Objekte der Moderne nach dem Krieg zu bewahren. Vermutlich werden nirgendwo anders die in diesem Stil erbauten Gebäude als Symbole und Wahrzeichen der Stadt betrachtet. Warta und Cybina umfließen die Dominsel (Ostrów Tumski) östlich der Altstadt. In diesem ältesten Teil von Poznan drängen sich viele historische Bauwerke. Vor 1000 Jahren stand dort eine Burg. Heute wird die Insel von der Peter-und-Paul-Kathedrale dominiert, die im 15. Jahrhundert ihre endgültige Form erhielt. Die gotische Marienkirche wurde in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts an der Stelle der früheren Fürstenresidenz errichtet. Der Gebäudekomplex der Universität wurde 1910 im Stil der holländischen Renaissance als Sitz der Preußischen Königlichen Akademie gebaut. Auch ein Blick nach Innen zahlt sich aus: In der Aula besticht die Wandmalerei von W. Taranczewski. (kurier) Erstellt am 14.06.2012, 07:00 Stichworte: › reisen › EM › EURO2012 › Polen Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema EURO 2012 Polens Werbeauftritt mit Pfiff Reisebericht: EM-Gastgeber Polen präsentierte sich während des Turniers als modernes, boomendes Land auf der Überholspur Reise Polen: Magie an Oder und Weichsel Das Land ist fit für die EM. Neue Infrastruktur, restaurierte Städte, das trendige Warschau und Refugien wie die Masuren locken nicht … Fahrtenbuch Feuerzangenpole 12,3 Promille? In Polen nichts Besonderes. Hier trinkt jeder 803 Krügerln Bier im Jahr. EURO 2012 "Alle werden sich in Polen verlieben" Jerzy Brzeczek war elf Jahre lang Legionär in Österreich. Bei der EM ist sein Neffe Polens Kapitän. Wirtschaft Musterschüler Polen mit durchwachsenen Aussichten Vom Sorgenkind zum Musterschüler und dann? Wohin Polens Weg führen wird.
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