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Letztes Update am 15.06.2012, 15:17

Die Auferstehung des Fernando Torres. Ballgefühl: Plötzlich war der Ohrwurm wieder da: "He gets the ball and scores again."

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Julia Schrenk arbeitet im KURIER Chronik-Ressort. - Foto: KURIER

Kennen Sie dieses Lied? "His armband proved he was a red Torres Torres / You`ll never walk alone it said Torres Torres / We bought the lad from sunn Spain / he get`s the ball and scores again / Fernando Torres Liverpool`s number nine."

Dieses Lied sangen die Liverpool-Fans zu Ehren ihres neuen Stürmers: Fernando Torres, der 2007 von Atlético Madrid zum FC Liverpool wechselte. Das Lied hat ja, finde ich, großes Ohrwurm-Potenzial. Wenn ich also Torres spielen sehe, habe ich noch immer dieses Lied im Kopf.

Beim Match zwischen Spanien und Irland am Donnerstag hat eine Zeile dieses Liedes besonderen Aktualitätswert bekommen: "He gets the ball and scores again." – Torres trifft wieder! Er ist auferstanden oder draufgekommen, dass ein Stürmer eigentlich da ist, um Tore zu schießen. Beim Match gegen Irland durfte Torres als echter Neuner aufs Spielfeld und zeigte, dass er eigentlich eh weiß, wie es geht. Bis Donnerstag konnte man das ja maximal für ein Gerücht halten. Damit war Torres aber nicht allein: Kerzhakov trifft auch nicht, Ronaldo und Robben schon gar nicht.

In der vergangenen Saison beim FC Chelsea hat Torres nur sechs Tore gemacht und viel Kritik geerntet. Drogba hat nur fünf gemacht, da hat kaum jemand gemeckert.

Am Donnerstag haben die Spanier mit zwei Torres-Toren, einem von Silva und einem vom Fàbregas den bisher höchsten Sieg in dieser EURO eingefahren.

Bleiben die Spanier in Form, könnten sie die erste Mannschaft sein, die EURO, WM und wieder EURO gewinnen. Werden sie aber nicht, weil ja die Deutschen heuer gewinnen.

Den Titel holt Spanien also nicht; den der besten Fans kriegen sie nicht. Den kriegen die Iren. Die Leistung der Mannschaft ließ einen verzweifeln, die Fans waren trotzdem nur kurz irritiert. Dann wieder: "Fields of Athenry"-Chöre in voller Lautstärke bis lange nach dem Match. So soll das sein.

Julia Schrenk arbeitet im KURIER Chronik-Ressort

(kurier) Erstellt am 15.06.2012, 13:55

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