Zur mobilen Ansicht wechseln »
KURIER

Letztes Update am 29.06.2012, 18:37

Balotelli: Sein Leben, seine Skandale. Mario Balotelli, der beste Böse: Italiens neuer Nationalheld hat wenig Skrupel, viel Geld und rasendes Talent.

Deutschlands "Gottseibeiuns", Mario "Barwuah" Balotelli , gilt exakt 40 Tage vor seinem 22. Geburtstag als unsterblich.

Für unverwundbar hat er sich schon lang vorher gehalten. Der wahnwitzige Weg – mit so viel Wahn wie Witz – vom weggelegten schwarzen Häufchen Elend, das als Baby notgetauft wurde, weil es zu schwächlich zum Überleben schien, bis zum angebeteten neuen Nationalheiligen von Italien (und Umgebung) hat ihn feuergehärtet.

Ein Weg, gespickt mit Sex, Sensationen und Superlativen der seichten Sorte "Soap Opera". Was er auf dem Rasen kann, ist bekannt. Wie er abseits davon rasen kann, ist ebenso lückenlos dokumentiert – in ganzen Jahrgängen der britischen Yellow Press.

Als ihn ein Reporter treuherzig fragte, warum er denn "das alles" so freimütig erzählen würde, blitzte bei Balotellis Riposte gar coole Cleverness auf:"Damit ich von euch nicht irgendwann einmal erpresst werde."

"Ich hätte ihn jeden Tag verprügelt"

"Das alles" – siehe die Top 10 Auszucker – wurzelt zweifellos in der frühesten Kindheit. Die leiblichen Eltern, deren Kontakversuche er lange als "Glory Hunting" (Ruhmjagd) ablehnte, konnten oder wollten sich den Nachwuchs, neben Mario noch Abigail (24), Enoch (19) & Angel (11), offenbar nicht leisten. Die betuchten Balotellis aus Brescia zogen Mario groß. Seit jeher mit Rassismus konfrontiert, kennt der streitbare Recke keinerlei Pardon. "Wenn mich wer auf der Straße mit einer Banane bewirft, geh ich ins Gefängnis, da ich ihn umbringen werde", sagte er France Football im Interview.

Sein Trainer bei Meister Manchester City, Roberto Mancini , nennt ihn zwar einen "Golden Boy", gesteht aber quasi im selben Atemzug (eingedenk rüder Eskapaden): "Ich verstehe, dass die Mitspieler sauer sind. Ich hätte ihn jeden Tag verprügelt."

Top-8-Auszucker

Was direkt zu den Top-10-Auszuckern des besten bösen Buben im Ball-Business führt – wobei kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird. Die Pose als Silberrücken (2:0 im Semifinale gegen Deutschland) geht "ikonografisch" in die Sportgeschichte ein ...

(kurier) Erstellt am 29.06.2012, 16:23

Stichworte:


Diskussion

Kommentare aktualisieren