TweetDeck: Gebündeltes Mitmach-Web
Facebook, Twitter, YouTube, Flickr: Die Gratis-Software "TweetDeck" erlaubt den zentralen Zugriff auf alle wichtigen Web-2.0-Dienste.
Der Vogel im Logo ist ein Hinweis auf die Wurzeln von TweetDeck - der Kurznachrichten-Dienst Twitter.
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Begonnen hat alles mit der Idee des Londoners Iain Dodsworth, der als leidenschaftlicher Twitter-Nutzer mehr Ordnung in die vielen Tweets, die er täglich liest, bringen wollte. Zwei Jahre später sieht es so aus, als ob seine daraus hervorgegangene Kreation TweetDeck das ultimative Portal für alle wichtigen Web-2.0-Dienste werden könnte. Kostenlos auf Mac, PC und Linux-Rechnern installierbar, gewährt TweetDeck über die offenen Schnittstellen von Facebook, Twitter, MySpace, LinkedIn, YouTube und Flickr zentralen Zugriff auf deren Inhalte. In der Praxis sieht das so aus: Anstatt nach der Reihe seine Profile bei den erwähnten Social Networks zu checken, wirft man einfach TweetDeck am Computer an und lässt sich schön übersichtlich in Tabellen (eine für Twitter, eine für Facebook, etc.) anzeigen, was Freunde und Kontakte gerade posten. Zurückschreiben kann man natürlich auch, indem man einfach das Update-Feld für den jeweiligen Web-Dienst befüllt. Standard-Funktionen für Twitter, wie etwa Retweets, @-Replies oder Direct Messages, unterstützt TweetDeck ebenfalls.
Viele hilfreiche Tricks
Social-Network-Profile werden in Spalten angezeigt - auch am iPhone gibt es eine abgespeckte Version des Desktop-Clients.TweetDeck hält für den Nutzer viele kleine Helferlein bereit: Kopiert man etwa einen Link in das Update-Feld, wird dieser automatisch in einen Mini-URL verwandelt. Dabei werden URL-Shortener-Dienste wie Bit.ly, Tr.im oder TinyURL angezapft, ohne das man deren Webseiten extra ansurfen muss. Ähnlich kann man auch mit Bildern verfahren: Will man seinen Twitter-Followern etwa ein Foto zeigen, kann man es einfach in das Update-Feld ziehen - dann wird es automatisch bei "TwitPic" hochgeladen, mit einen entsprechenden Link versehen und an die Follower weitergeleitet.
Seit heute ist außerdem eine neue Version verfügbar, die auch das Foto-Portal Flickr und die Video-Plattform YouTube unterstützt. Zwar kann man noch nicht via TweetDeck Bilder und Clips hochladen, will man aber einem Link zu den beiden Webseiten folgen, muss man dazu nicht den Browser öffnen, sondern kann die gewünschten Inhalte direkt über die Software ansehen. Außerdem kann man seine Status-Updates mit einem Klick in über 50 andere Sprachen übersetzen lassen - was bei einfachen Texten recht gut funktioniert.
Prominente Nutzer
Im offiziellen TweetDeck-Blog brüstet man sich einer prominenten Nutzer-Schar: Die Bands New Kids On The Block, Blink182 oder Nine Inch Nails würden die Software genauso benutzen wie die Schauspieler Demi Moore, Ashton Kutcher oder Alyssa Milano. Auch Königin Rania von Jordanien soll via TweeDeck zwitschern, und angeblich hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg ebenfalls mit dem Programm herumgespielt.
Großer Konkurrent von TweetDeck ist Seesmic, die Firma des französischen Unternehmers Loic Le Meur. Er bietet mit dem Programm "Seesmic Desktop" ein sehr ähnliches Produkt kostenlos an. Es unterstützt derzeit aber nur Twitter und Facebook - für viele Nutzer aber wegen der einfacheren Handhabe der Favorit.
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