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Donnerstag, 18. März 2010

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China schließt Trainingsseite für Hacker

Laut "China Daily" wurden die Verantwortlichen festgenommen, auf deren Seite Programme und Hilfe für Hacker-Angriffe angeboten wurden.

Hacker Über das Internet hätten chinesische Webseiten-Betreiber Programme und Hilfe für Hacker-Angriffe angeboten. DruckenSendenLeserbrief
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Die chinesischen Behörden haben die nach ihren Angaben "größte Trainingswebseite für Hacker" in China geschlossen. Drei Verantwortliche, die hinter "Black Hawk Safety Net" steckten, wurden festgenommen, wie die Tageszeitung "China Daily" am Montag berichtete. Über das Internet hätten sie Programme und Hilfe für Hacker-Angriffe angeboten. Seit 2005 habe die Webseite 12 000 Mitglieder gewonnen, die sieben Millionen Yuan (750 000 Euro) an Beiträgen bezahlt hätten. Mehr als 170 000 Nutzer hätten sich registriert, berichtete das Blatt.

Die Polizei habe schon seit 2007 ermittelt, als mehrere "Black Hawk"-Mitglieder mit einem Angriff auf die Stadtverwaltung von Macheng (Provinz Hubei) in Verbindung gebracht worden seien. Die Nachricht von der Schließung erfolgte vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit den USA über einen raffinierten Hacker-Angriff auf den US-Internetkonzern Google, der nach dessen Angaben aus China stammte. Die Regierung in Peking hat die Vorwürfe immer mit dem Hinweis zurückgewiesen, dass das Land selbst das größte Opfer solcher Online-Attacken sei und hart gegen Hacker vorgehe.

Trojaner

"Ich konnte von der Webseite Trojaner herunterladen, die es mir erlaubten, Computer anderer Leute zu kontrollieren", sagte ein 23 "Black Hawk"-Mitglied laut "China Daily". Kurse hätten zwischen 100 und 2000 Yuan (10 bis 214 Euro) gekostet. "Ich habe das nur aus Spaß gemacht, kenne aber auch andere Mitglieder, die ein Vermögen mit Angriffen auf Konten anderer Leute gemacht haben." Details wurden nicht genannt. In chinesischen Presseberichten war vor allem von Angriffen auf private Zugangsdaten für Spiele- und andere Unterhaltungsseiten sowie E-Mail und Chat-Räume die Rede.
"Im Grunde wurde den Studenten beigebracht, wie Konten gestohlen und Trojaner benutzt werden können", sagte ein 20-Jähriger laut "China Daily".


Artikel vom 08.02.2010 16:53 | DPA | jz


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