Wiener Wäschermädels schwangen das Tanzbein

Im Etablissement Gschwandner verlängerten Yvonne Rueff und Erich Joham die Faschingszeit.

Die Wäschermädels kamen in Leinenröcke mit Schürzen, Blusen und groben Miedern. Die Männer kamen als Zeitungsjungen, Schuhputzer oder feine Herren mit Gehrock und Gehstecken. Starfigaro Erich Joham mit dem Veranstalter, echo medienhaus-Geschäftsführer Christian Pöttler. Selbst die Waschräume wurden für diesen Abend umgestaltet. Um Mitternacht heizte eine Burlesque-Tänzerin dem Publikum ein.

Ein Ball in der Fastenzeit? Eigentlich ungewöhnlich, wunderte sich Samstagabend der ein oder andere Gast. Dennoch schmiss man sich in Schale und fand sich zum ersten Wiener Wäschermädelball im Etablissement Gschwandner ein – war der Fasching heuer doch sehr kurz. „Eigentlich ist es normal, dass kleinere Bälle in die Nachsaison ausweichen, denn mit einem der ganz Großen zu konkurrieren bringt nicht viel, da würden dann die Gäste ausbleiben“, klärte Tanzschulbesitzerin Yvonne Rueff auf.

webmail1.mediaprint.at.jpg Foto: Arman Rastegar Yvonne Rueff (l.) mit Promi-Friseur Josef Winkler und weiteren Gästen. Wie die meisten Ballbesucher sah auch die Profitänzerin an diesem Abend wie ein echtes Wäschermädel aus: „Es ist richtig angenehm mal kein Ballkleid anhaben zu müssen“. Wiener Wäschermädels wuschen vom 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts die Wäsche reicher Damen. Sie waren eine Institution, wie auch der alljährlich im Etablissement Gschwandner zu ihren Ehren veranstaltete Ball. Jetzt wurde er nach über 100 Jahren Dornröschenschlaf wachgeküsst und zu einem großen Erfolg. Bereits jetzt freut man sich auf den Wiener Wäschermädelball 2014.

(KURIER) Erstellt am
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