Neues "Steven Tyler"-Gesetz gegen Paparazzi

Steven Tyler attends the 2013 Vanity Fair Oscars P
Foto: Reuters/DANNY MOLOSHOK

Fotografen dürfen keine Fotos auf Privatgrundstücken von Stars mehr schießen.

Gute Nachricht für Aerosmith-Sänger Steven Tyler (64) und andere Prominente auf Hawaii: Der Senat des 50. US-Bundesstaates hat am Dienstag ein Gesetz zum Schutz von Persönlichkeiten gegen Paparazzi verabschiedet. Wie das Nachrichtenportal Hawaii Reporter berichtete, wurde die sogenannte "Steven Tyler"-Verordnung mit großer Mehrheit angenommen. Damit wird Fotografen in dem Touristenparadies verboten, Fotos oder Videos auf den Privatgrundstücken von Persönlichkeiten zu schießen.

Rocker Tyler, der auf den Pazifikinseln ein Haus besitzt, hatte sich mit anderen Stars, darunter Britney Spears, Neil Diamond und Avril Lavigne, für die Vorschrift stark gemacht. Das Gesetz muss noch das Repräsentantenhaus von Hawaii passieren und vom Gouverneur unterzeichnet werden. Tyler hatte sich im Februar bei einer Anhörung über Paparazzi beklagt, die an Weihnachten mit Teleobjektiven Fotos von ihm und Familienmitgliedern auf seinem Grundstück aufgenommen hatten.

Wenn Stars zu Paparazzi werden

Bono fährt große Geschütze auf - ob auf der Bühne oder als Fotograf. Mit Emma Roberts pinkem Ungetüm kann aber dennoch niemand mithalten. Russell Crowe geht als waschechter Paparazzo durch. Bruce Willlis macht's etwas eleganter und setzt auf Handy-Pics. Schöne Aussichten wollen auch Andrew Garfield und Emma Stone festhalten. Es gibt auch weniger atmeberaubende Motive, die geknipst werden wollen - wie Danny DeVitos Fuß. Bill Murrays Arbeitsgerät geht glatt als Spy-Cam durch. Wie du mir, so ich dir. Mark Wahlberg und seine Entourage schlagen die Paparazzi mit den gleichen Mitteln. Casper Smart nützt jede Gelegenheit um seine schöne Jennifer zu fotografieren. Ben Affleck schießt aus der Hüfte. Hilary Duff hält die Eindrücke ihres Mexiko-Urlaubs fest. Touristenpics wollen auch Promis ihr eigen nennen. Sienna Miller posiert für Tom Sturridge. Frau schiebt, Mann knipst. Tori Spelling und ihr Angetrauter halten ihren Spaziergang fest. Bei Tattoo-Star Kat von D passt auch die Handy-Hülle zum Outfit.

Bilder

Millionengeschäft Paparazzi-Fotos

Paparazzifotos sind ein Millionengeschäft. Wem ein sogenannter Big Shot gelingt, hat für einige Jahre keine Geldprobleme mehr. Die Fotografen, die den Stars  hinterherjagen wissen ganz genau um den Marktwert der jeweiligen Promis bescheid.
Die teuersten Paparazzi-Bilder ...
Im Bild: Britney Spears umringt von Paparazzi 60.000 Dollar: Charlize Therons Sohn
Auf 60.000 Dollar wurde das erste Exklusiv-Bild von Charlize Therons adoptierten Sohn geschätzt. Doch seit dem 8. Mai gibt`s keine Chance auf ein exklusives Foto mehr. Denn Theron zeigte Sohnemann Jackson nach wochelangem Versteckspiel nun in aller Öffentlichkeit. Am Pariser Flughafen wartete eine Schar von Fotografen, die ihre Bilder bekamen.  Theron hat nun hoffentlich Ruhe vor lästigen Paparazzi - mit dieser Taktik hat sie ihnen jedenfalls das wirklich gute Geschäft mit ihren Privatbildern zerstört. 100.000 Dollar: Demi Moore
Viele interessieren sich für den Gesundheitszustand von Demi Moore nach ihrem Entzug. Ein guter Grund für Paparazzi, auf den Plan zu treten. Moore hatte zwar schon einen offiziellen Auftritt nach ihrem Drogen-Skandal ...
... und twitterte einige Fotos von sich selbst - wie dieses hier - doch sonst gibt es noch kein Bild von dem Hollywood-Star. Für die Fotografen ist sie daher Gold wert. Allerdings versteckt sich Demi bislang äußert gut.
Bild: Twitter-Bild von Demi Moore vom 6. Mai So bedenklich es auch sein mag: Skandale und private Probleme von Promis sind für Paparazzi äußerst willkommen. Der Verkaufswert ihrer Bilder steigt dadurch für kurze Zeit immens. 110.000 Dollar: Jennifer Aniston und Justin Theroux
Sie sind schon seit Monaten ein Paar, wirklich verliebt sah man sie aber bislang nur einmal in einer Bar. Das "Beweisfoto" brachte mehr als 100.000 Dollar. Wer die beiden erneut turtelnd vor die Kamera bekommt, dem winkt angeblich eine ähnlich hohe Summe. 200.000 Dollar: Jessica Biel und Justin Timberlake Hochzeit
Sie lassen sich nicht oft als Paar in der Öffentlichkeit sehen. Umso stärker ist die Nachfrage nach einem Hochzeitsfoto der beiden. Im Sommer wird geheiratet. Dank dem Trubel um die Jolie/Pitt Hochzeit wird dem Paar aber nicht die ganze Aufmerksamkeit der Paparazzi zuteil werden. Timberlake und Biel danken es Brangelina sicherlich. 100.000: Kristin Cavallari und Jay Cutler Hochzeit
Hier tut zwar der Verlobte von "The Hills"-Star Kristin Cavallari so, als würde er Paparazzi nicht mögen, laut thedaily.com verscherbeln Cavallari und ihr Quarterback aber alle Hochzeitsbilder an den Höchstbieter und werden Fotografen einladen. 250.000 Dollar: Kate in freizügiger Kleidung
Prinz Williams Angetraute kann ebenfalls ordentlich Kleingeld bringen. Nicht umsonst gilt Kate Middleton schon seit Jahren als lohnendes Paparazzi-Objekt. 250.000 Dollar würde ein Shot von Kate im Bikini zirka bringen, so wie sie schon 2006 auf einer Yacht zu sehen war. Die Chancen auf so einen Scoop stehen allerdings relativ schlecht. Das Königshaus ist in Sachen Foto-Optionen sehr gut organisiert. 400.000 Dollar: Jennifer Lawrence mit Freund
Seit dem Hit "Hunger Games" fragen Webseiten und Klatschblätter ständig nach interessanten Bildern von Jennifer Lawrence. Man will sie mit ihren Freund Nicholas Hoult sehen oder im Bikini. Die Bilder ließen sich für fast eine halbe Million Dollar verkaufen, ist sich Gary Morgan, Chef der Fotoagentur Splash Photo, sicher. 500.000 Dolar: Blue Ivy in Großaufnahme
Viel Zaster bringt den Bildagenturen auch ein Foto Blue Ivy - der Tochter von Beyonce Knowles und Jay-Z. Und dass, obwohl Beyonce bereits ein Bild vom Töchterchen über ihren Blog ins Netz stellte, um die Nachfrage an Bildern zu stillen.  Hilft aber nichts, meint Frank Navarre, Chef der Paparazzi-Agentur X17 laut thedaily.com. Ein Bild ist an die 500.000 Dollar wert, sofern man Blue Ivys Gesicht groß und herzig vor die Linse bekommt. 500.000 Dollar: Jessica Simpsons Baby
Sogar die öffentliche Bestätigung ihrer Schwangerschaft wollte Simpson zu Geld machen und verlangte 500.000 Dollar für ein Exklusiv-Interview. Doch kein Magazin wollte die Summe zahlen. Die ersten Bilder ihrer Neugeborenen Maxwell Drew sind aber mindestens eine halbe Million Dollar, wenn nicht sogar eine Million wert. Die Kohle soll jedoch kein Paparazzi bekommen, sondern sie selbst einsacken, wenn es nach der Sängerin geht. Deswegen wird sie sich auch hüten, Maxwell zu zeigen - bis ein Magazin bereit ist, einen Batzen Geld für ein Mama-Kind-Shooting hinzublättern.
2 Mio. Dollar: Hochzeitsbild von Pitt/Jolie
Der Big Shot schlechthin ist ohne jegliche Konkurrenz ein Bild von der anstehenden Hochzeit von Brangelina. Jener Paparazzo, der ein Foto zustande bringt, macht seine Agentur um zirka 2 Millionen Dollar reicher, erklärt Splash Photo Chef Gary Morgan.
Fotos von Jolies und Pitts Kinderschar gibt es dagegen mittlerweile en masse. Wer Maddox, Shiloh und Co. vor der Linse hatte, kann gerade einmal 2000 Dollar für seine Bilder verlangen - Das erste Foto von Shiloh, dem ersten gemeinsamen Kind von Brangelina, war dem People Magazin dagegen noch 6 Millionen Dollar wert. Während vorhergehende erst noch Geld bringen sollen, haben folgende Fotos Paparazzi bereits reich gemacht: Britneys Glatzenfoto
In der Hall of Fame der teuersten Paparazzifotos findet sich Britney Spears wieder. Die Bilder, die das Popsternchen mit selbstrasierter Glatze zeigen wie sie mit einem Regenschirm versucht, das Autofenster eines Paparazzo zu verschlagen, brachte mehrere Millionen Dollar, so thedaily.com. Erste Paar-Bilder von Jolie und Pitt 
Und noch einmal Hollywoods Traumpaar. Die Bilder, die die Beziehung 2005 bestätigten und Jolie und Pitt erstmals gemeinsam am Strand von Afrika zeigten, verkauften sich um eine Million Dollar. Erste Paar-Bilder von Diana und Dodi
Die ersten Bilder, die Dodi Fayed und Prinzessin Diana als Paar auf Urlaub zeigten, waren alleine dem Sunday Mirror 2 Millionen Dollar wert. Bis heute gelten die Fotos von 1997 als die teuersten Paparazzibilder. Folgende Motive bringen definitv kein Geld - die Ladenhüter: Kim Kardashian
Ein Schnappschuss von Kim Kardashian im Bikini kann noch immer an die 100.000 Dollar bringen, je nach Qualität des Bildes. Vorausgesetzt man hat die Bilder exklusiv. Angezogen hat man dagegen genug von Frau Kardashian. Der Markt ist mit Bildern von ihr und ihrer Familie längst übersättigt, so ein Insider zu thedaily.com. Fotos, die das neue Paar Kanye West und Kim Kardashian bestätigten, waren nichts wert. Laut Paparazzo Steve Sands ist Kim Kardashian so scharf darauf, fotografiert zu werden, dass sie sogar hinter dem Rücken von Kurz-Ehemann Kris Humphries Paparazzi in den Flitterwochen-Urlaub bestellte. Lindsay Lohan
Auch fast wertlos sind Bilder von Lindsay Lohan geworden. Während ihrer turbulenten Zeit, als sie eine lesbische Beziehung führte und keine Party ausließ, war das noch etwas anders.  Durch die andauernden Gerichtsbesuche hat man aber so viele Bilder von LiLo gesehen, dass kein Hahn mehr nach Fotos kräht. Sarah Jessica Parker
Der "Sex and the City" Star steht auch im wahren Leben auf New York. Dort sieht man sie fast täglich mit ihren Kindern spazieren gehen. Bilder von Parker gibt es somit quasi stets frei Haus.
(APA) Erstellt am
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