Netrebko und Schrott sind offiziell getrennt

Anna Netrebko, Erwin Schrott
Foto: AP/Andres Leighton Erwin Schrott und Anna Netrebko in glücklicheren Zeiten 2007.

Wegen der vielen beruflichen Reisen rund um die Welt habe sich das Paar auseinander gelebt.

Für Fotos wollten die beiden schon bei den Salzburger Festspielen im Sommer nicht mehr posieren, jetzt ist es offiziell: Anna Netrebko und Erwin Schrott haben sich getrennt. Die Sopranistin und der Bass-Bariton haben ihre Beziehung nach sechs Jahren "einvernehmlich beendet". Das bestätigte am Montag das Management von Netrebko.

In einer Stellungnahme nannte die Sopranistin  die "beruflichen Verpflichtungen und die daraus resultierenden Entfernungen und andauernden Trennungszeiten" als Grund. Und weiter: "Unsere gemeinsame Zeit bedeutet uns viel und natürlich kümmern wir uns beide weiter um unseren Sohn Tiago. Zukünftige gemeinsame Auftritte werden wie geplant stattfinden und auch die Arbeit an unserer Stiftung werden wir fortführen. Mir geht es sehr gut und ich konzentriere mich nun auf mein Leben als Mutter und auf meine Karriere als Opernsängerin." Der Opernstar bittet nicht zuletzt im Sinne ihres Sohnes Tiago (5) darum, ihre Privatsphäre zu respektieren. Es werde daher auch keine weiteren Stellungnahmen zu ihrem Privatleben geben.

Bereits vergangene Woche gab Netrebko bei einen Fototermin für Verdis „Der Troubadour“ in der Berliner Staatsoper zu: „Im Moment gibt es keine Beziehung, aber ich bin glücklich".

Bilder aus verliebteren Zeiten

Ein Küsschen für Anna: Schrott und Netrebko am Opernball 2011. Erwin Schrott und Anna Netrebko nach ihrem Auftritt beim Konzert des Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia im August 2011. Netrebko und ihr Mann auf dem Weg zur Premiere der Oper "Die Sache Makropulos". Vor dem Open Air Konzert "Gipfeltreffen der Stars". Überraschungsgäste Anna Netrebko und Erwin Schrott bei der Aufführung der "Silvester-Fledermaus" in der Wiener Staatsoper 2010. Das verliebte Paar in Salzburg im Jahr 2009. 2007: Beide singen mit dem Puerto Rico Symphonic Orchestra in San Juan, Puerto Rico. Die russische Opernsängerin und der uruguayische Bassbariton mit Tenor  Jonas Kaufmann. Das Paar 2012 in München: "Oper ist sehr laut, und wir mögen unsere Nachbarn! Deswegen singen wir kaum zu Hause", so der Bassbariton. In der Stadthalle 2011.

Keine gemeinsamen Auftritte

Schon bei den diesjährigen Salzburger Festspielen zeigten sich die beiden nicht so verliebt wie in den vergangen Jahren:

Salzburg, 28. Juli, 19.30 Uhr. Erwin Schrott betritt alleine das Hotel Sacher. Um 20.20 Uhr verlässt der Sänger gemeinsam mit Anna Netrebko das Hotel. Die beiden steigen in eine Limousine, er nimmt auf dem Vordersitz Platz, sie hinten. Auf dem Weg zum Haus für Mozart, in dem Schrott ab 21 Uhr als Tangosänger auf der Bühne glänzen sollte, fand ein Platzwechsel statt. Bei der Einfahrt in den Innenhof des Festspielhauses saß Schrott neben Netrebko auf der Rückbank. Wofür, fragten sich die Fotografen, wenn es beim Aussteigen kein gemeinsames Foto gibt?

Ohne Stehenbleiben huschte das Paar durch den Hintereingang. Die Salzburg-Jahre, in denen das Glamour-Paar mit dem Cabrio vorfuhr, Händchen haltend und küssend posierte, sind vorbei.

„Anna ist am Sonntag extra nach Salzburg gereist, um Erwin zu unterstützen“, erklärt eine enge Freundin von Netrebko auf KURIER-Anfrage. „Wir hatten in Wien ein Programm, aber Anna hatte sich spontan entschlossen, doch nach Salzburg zu fahren.“ Und: Ja, das Paar mache gerade eine schwierige Zeit durch. Aber nach sieben gemeinsamen Jahren sei nicht verwunderlich, wenn es einmal „kriselt“: „Wie in jeder Beziehung gibt es einmal bessere, einmal schlechtere Zeiten.“

"Erwin möchte nicht mehr Mr. Netrebko sein"

SALZBURGER FESTSPIELE: KONZERT ORCHESTRA DELL'ACCA Foto: APA/NEUMAYR/MMV Warum die beiden seit Anfang des Jahres nicht mehr gemeinsam in der Öffentlichkeit auftreten, erklärt sie so: „Erwin möchte nicht mehr Mr. Netrebko sein. Er hat seine eigene Karriere und möchte als Sänger wahrgenommen werden.“ Als Latino würde es ihm zunehmend schwer fallen, im Schatten seiner Frau zu stehen.

(kurier / mich, nina ellend) Erstellt am
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