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KURIER
Die Nummer 1: Nach 2005 und 2008 gehen die Capitals wieder als bestes Team ins Play-off. 2005 wurden sie Meister, 2008 schieden sie aus.
Die Nummer 1: Nach 2005 und 2008 gehen die Capitals wieder als bestes Team ins Play-off. 2005 wurden sie Meister, 2008 schieden sie aus. - Foto: GEORG DIENER /DIENER / Eva Manhart

Letztes Update am 24.02.2013, 06:00

Vorhang auf für ein Finale furioso. Die Meisterschaft geht in die entscheidende Phase. Heute beginnt das Viertelfinale.

54 Runden mit insgesamt 324 Spielen sind absolviert. Seit gestern sind Laibach, Fehervar, Dornbirn und Innsbruck in der Sommerpause. Für die acht anderen Teams beginnt heute die Meisterschaft mit den Play-offs neu.

Bei der erstmals durchgeführten Wahl mussten die Eishockey-Fans am Freitag bis 22.45 Uhr warten, ehe auf ServusTV die Klub-Manager der ersten Drei ihre Gegner wählten.


Der KURIER bietet einen Überblick über die vier Viertelfinalserien, die ab heute im Best-of-seven-Modus gespielt werden. Jenes Team, das als erstes vier Siege hat, steigt ins Semifinale auf. ServusTV überträgt jede Runde ein Spiel live und startet heute in Linz.

Vienna Capitals (1.) – Znaim (7.)

33 von 54 Runden waren die Vienna Capitals an der Tabellenspitze. Am Freitag sicherten die Wiener Platz eins erst im Penaltyschießen gegen den KAC ab. Die gute Form und das Scheibenglück ist den Wienern in den letzten vier Partien ein wenig verloren gegangen. Personell sind Capitals so gut besetzt wie seit dem Meistertitel 2005 nicht mehr. Auch nach dem Ausfall von Kapitän Benoit Gratton. Dass der 36-Jährige zu ersetzen ist, zeigten seine Kollegen in den bisherigen elf Partien ohne ihn, in denen sie einen annähernd gleich hohen Punkteschnitt hatten. Dass die Wahl von Trainer Tommy Samuelsson, der seinen Vertrag bis 2015 verlängerte, auf Znaim fiel, war wenig überraschend. Die Capitals haben alle vier Saisonduelle gewonnen und Znaim nur einen Punkt gelassen. Warum es gegen die Tschechen so gut lief, ist einfach begründet: Die Znaimer sind ein spielerisch starkes Team, das sein Glück in der Offensive sucht und dem Gegner somit viel Platz bietet. Die Wiener haben eher mit Teams Probleme, die nur hinten stehen und auf Konter spielen. Da Znaim nicht mit einer Defensiv-Taktik überraschen wird, ist von einer kurzen Serie für die Capitals auszugehen.

KURIER-Tipp: Capitals siegen 4:1

BW Linz (2.) – Villacher SV (6.)

Die Black Wings Linz überraschten mit ihrer Wahl. Nicht Graz (6:0-Siege in den bisherigen Duellen), sondern Villach wurde vom Meister ausgewählt. Manager Christian Perthaler begründet: „Es ist gefährlich, einen Gegner zu nehmen, den man sechs Mal schlägt. Wir nehmen lieber den stärksten, der noch übrig ist.“ Es ist eine Serie mit Geschichte, denn acht Mal standen sich Black Wings und Villach bereits in den Play-offs gegenüber. Fünf Mal setzte sich Villach durch (zuletzt 2011 mit 4:1). Die Saisonbilanz ist ausgeglichen (je sechs Punkte). Die Formkurve spricht aber für das Team von Rob Daum, das erst vor fünf Tagen auswärts 4:2 siegte. „Das war eines unserer schwächsten Spiele“, sagt VSV-Manager Giuseppe Mion. „Linz täuscht sich gewaltig, wenn es glaubt, dass wir uns nicht steigern können.“ Die Adler fühlen sich in der Außenseiterrolle wohl, bauen auf die starke Defensive mit Goalie Jean-Philippe Lamoureux .

KURIER-Tipp: Linz siegt 4:2

KAC (3.) – Graz 99ers (5.)

Eigentlich ist Villach der Wunschgegner des KAC gewesen. Doch für die Adler hatte sich Linz entschieden. Bei der Alternative Graz oder Salzburg brauchte Sportdirektor Manny Viveiros nicht lange nachzudenken. Auch wenn er den 99ers Rosen streut: „Sie spielen ein sehr körperbetontes Hockey.“ Kapitän Thomas Koch fügt hinzu: „Und sie sind stark im Powerplay. Da werden wir aufpassen müssen.“ Für den Rekordmeister sprechen Saisonbilanz (die letzten drei direkten Konfrontationen gewonnen, insgesamt vier Siege), bisherige Play-off-Bilanz (Graz zwei Mal ausgeschaltet) und Konstanz (keine Niederlage nach 60 Minuten in den letzten fünf Partien). Der Grazer Co-Trainer Herbert Hohenberger sieht durchaus Chancen: „Wir wissen, wie der KAC spielt, sie sind unter Druck.“ Dabei setzt Graz auf ein körperbetontes Spiel. „Wir wissen, dass es den Klagenfurtern nicht behagt.“ Dass in der Zwischenrunde beide Spiele verloren gingen, stört ihn nicht: „Es war aber sehr knapp. Wir hätten genauso gewinnen können.“

KURIER-Tipp: KAC siegt 4:1

Zagreb (4.) – RB Salzburg (8.)

Die Wundertüte Salzburg wurde von den Top-drei bei der Gegnerwahl nicht angefasst. Zu unsicher ist es, ob eine positive Überraschung oder nur Spielzeug drinnen ist, das schnell im Müll landet. Die Salzburger haben die meisten Tore dieser Saison erzielt (198) und waren dennoch so schlecht wie seit der Premierensaison 2004 nicht mehr. Das Verhältnis zwischen Spielern und Trainer Pierre Pagé ist schwer zerrüttet. Das mag im Grunddurchgang ein Problem gewesen sein. Doch spätestens mit dem Play-off-Einzug ist alles vergessen. Jetzt geht es nur noch um den Titel. Die Salzburger werden Zagreb einen großen Kampf bieten. Aber sie werden mit ihrer extrem offensiven Spielweise den Kroaten in die Karten spielen, die ihre Stärken in der Defensive haben und in dieser Saison nicht so extreme Leistungsschwankungen wie die Salzburger hatten.

KURIER-Tipp: Zagreb siegt 4:3

(kurier) Erstellt am 24.02.2013, 06:00

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