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Lautsprecher: Gerhard Unterluggauer sorgte mit einem „Woart Hundi, i geh wechseln“, für Stimmung bei den deutschsprachigen Reportern.
Lautsprecher: Gerhard Unterluggauer sorgte mit einem „Woart Hundi, i geh wechseln“, für Stimmung bei den deutschsprachigen Reportern. - Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Letztes Update am 15.05.2013, 09:03

Kurioses von der Eishockey-WM. Auch nach Österreichs Abstieg gibt es ein paar Gründe, über die WM zu schmunzeln.

Nachdem die Vorrunde am Dienstag in Helsinki und Stockholm zu Ende ging, bietet sich die Möglichkeit, das Turnier nach nicht nur sportlichen Gesichtspunkten Revue passieren zu lassen.

Tierisch gut
Für Gelächter bei den deutschsprachigen Journalisten sorgte der Verteidiger Gerhard Unterluggauer im ersten Spiel gegen die USA. Die 8202 Zuschauer waren in jenem Moment total ruhig, als Thomas Hundertpfund hinter dem eigenen Tor die Scheibe hatte und Unterluggauer rief: „Woart Hundi, i geh wechseln.“ Hundertpfund blieb geduldig.


Peinlich, 1
„Die Schweiz hat sehr gut gespielt“, sagte US-Coach Joe Sacco nach dem 5:3 gegen Österreich. Sacco, der bis vor kurzem Colorado in der NHL trainiert hatte, entschuldigte sich gleich dafür, er meinte es ja nur gut. Das Auftaktspiel der Österreicher in Helsinki war nach der frühen 2:0-Führung also nicht nur sportlich amüsant.

EISHOCKEY: WM / GRUPPE H IN HELSINKI: ÖSTERREICH -
Durchgefallen: Nach dem 3:2-Erfolg gegen die Russen wollten die Finnen gegen Australier gewinnen - Foto: APA/HELMUT FOHRINGER
Peinlich, 2
Finnische Fans gaben sich bei einem Transparent nach dem 3:2-Erfolg gegen Russland viel Mühe: Beim Spiel gegen die Australier, pardon Österreicher, hielten sie es stolz in die Höhe: „The Bear is down, bring in the Kangaroos“. Übersetzung überflüssig.

Gläubig
Nachdem die ersten beiden Spiele gegen die USA und Frankreich negativ ausgingen, griffen ein paar österreichische Journalisten zu allen Mitteln. Gegen Lettland musste unbedingt ein Erfolg her. Also wurde vor der Partie um Hilfe von höchster Stelle angefragt, in der Helsinki-Kathedrale wurden Kerzen angezündet. Der Funke sprang über, Österreich besiegte Lettland 6:3 und feierte den ersten WM-Sieg gegen die Eishockey-Nation seit 1999. Am Ende sind in der Kirche entweder die Kerzen ausgegangen, oder Journalisten anderer Nationen haben auch um Hilfe gefleht.

Feierlich
Schlecht für Österreich, dass ausgerechnet am Tag vor dem Spiel gegen Frankreich die Russen den Sieg im Zweiten Weltkrieg feuchtfröhlich feierten. Denn wären die Russen halbwegs fit in der Partie gegen die Franzosen gewesen und hätten dann nicht 1:2 verloren, sondern Frankreich wie erwartet keinen Punkt gelassen, dann wäre Frankreich in Abstiegsnot gewesen.

Mutlos
Der ORF durfte sich dank der Übertragung der Österreich-Spiele über gute Quoten freuen. Die Nachmittagsspiele sahen in der Spitze bis zu 200.000 Konsumenten, was einen Marktanteil von bis zu 19 Prozent ausmacht. Die spektakuläre Partie der Österreicher zum Abschluss gegen Weltmeister Russland (4:8) mussten die Fans aber auf dem deutschen Sender Sport1 anschauen, da der ORF die Rechte lieber verfallen ließ, als das Spiel im Hauptabendprogramm zu zeigen.

(kurier) Erstellt am 15.05.2013, 09:03

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