Friday, May 25, 2012

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Sechster Slalom-Saisonsieg für Schild

Beim Weltcup in Soldeu profitiert sie auch vom schlechten Wind für Leaderin Poutiainen. Zettel wird Dritte.

Letztes Update am 11.02.2012, 16:51


In der Erfolgsspur: Wer, wenn nicht sie - Marlies Schild raste in Soldeu im siebenten Slalom dieses Winters zum sechsten Sieg.

Marlies Schild hat nicht nur die souveränen Start-Ziel-Siege in ihrem Repertoire. Sie beherrscht auch die beeindruckende Aufholjagd. Bei der Weltcup-Premiere im andorranischen Soldeu nahm die Salzburgerin im Finale die Überholspur und raste noch vom fünften Platz ganz nach vorne.

Damit bleibt der Slalom in diesem Winter eine österreichische Domäne. Sechs Mal war Schild eine Klasse für sich, als die 30-Jährige zuletzt in Marburg ausnahmsweise einmal nicht ins Ziel kam, sprang unverzüglich Teamkollegin Michaela Kirchgasser in die Bresche.

So knapp wie in Soldeu ging’s in diesem Winter allerdings noch selten zu. Marlies Schild war bislang ja Rekord-Vorsprünge gewohnt, in Zagreb lag sie 1,4 Sekunden vor der Zweiten, in Courchevel gar 1,87 Sekunden, aber diesmal gab sich Miss Slalom mit einem Vorsprung von 60 Hundertstelsekunden (auf die Schwedin Frida Hansdotter) zufrieden. "Mir hat im ersten Lauf noch das Gefühl für diesen Schnee gefehlt", analysierte die Gewinnerin,die im zweiten Durchgang in bewährter Manier Laufbestzeit markierte. "Siegen ist natürlich immer schön."

Österreichs Slalom-Damen sind in dieser Weltcup-Saison nach sieben Bewerben weiterhin ungeschlagen. Vor allem dank Marlies Schild, die bei der Weltcup-Premiere am Samstag in Andorra ihren ...

... sechsten Erfolg in diesem Winter feierte. Dabei lag Schild nach dem ersten Durchgang nur auf Rang fünf. Im Finale setzte sie auf einen anderen, in dieser Saison bereits bewährten Ski, markierte Laufbestzeit und katapultierte sich noch auf Rang eins. Die 30-Jährige hatte in den Pyrenäen allerdings auch ...

... Glück, dass die Halbzeit-Leaderin Tanja Poutiainen im zweiten Durchgang vom Wind verweht wurde. Die Finnin verlor im Schneegestöber die Orientierung und schied im Mittelteil aus. Durch den Ausfall Poutiainens durfte auch ...

... Kathrin Zettel als Dritte aufs Stockerl klettern. "Damit habe ich nicht mehr gerechnet, denn meine Läufe waren nicht ganz so ...

... gut", meinte die Niederösterreicherin, die sich mit ihrer Teamkollegin Schild freute. Zwischen die beiden ...

... Österreicherin schob sich nur die Schwedin Frida Hansdotter.

Verblasen

Tatsächlich war die Salzburgerin am Samstag auch ein kleiner Glückspilz. In der Wind-Lotterie in den Pyrenäen zog Schild das große Los, während die Halbzeit-Führende Tanja Poutiainen auf dem Weg zum Sieg regelrecht verblasen wurde. Eine Windböe irritierte die Finnin dermaßen, dass sie vom Kurs abkam und eher unfreiwillig die Fahrt beendete. "Es tut mir leid für sie, ich weiß, wie sich das anfühlt", meinte Schild, die drauf und dran ist, die Nummer 1 in der ewigen Slalom-Rangliste zu werden. Mit 33 Slalomsiegen trennt die 30-Jährige nun nur mehr ein Erfolg von der Schweizer Allzeit-Größe Vreni Schneider.

Schild war freilich nicht die einzige Österreicherin, die in Andorra Grund zum Jubeln hatte. Neben ihr lachte Kathrin Zettel als Dritte vom Siegespodest. "Das tut richtig gut", erklärte die Niederösterreicherin.

Am Sonntag verabschieden sich die Ski-Damen mit einem Riesentorlauf aus Andorra. Sollte der Wind allerdings so blasen wie im Slalom am Samstag dann droht eine neuerliche Absage.




Letztes Update am 11.02.2012, 16:51


Artikel vom 11.02.2012 11:23 | KURIER | | « zurück zu Wintersport


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