Thursday, February 23, 2012

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Garmisch: Cuche siegt, Reichelt Dritter

Der Schweizer ist auf einer verkürzten Kandahar nicht zu schlagen. Hannes Reichelt hinter Erik Guay auf Rang drei.

Letztes Update am 28.01.2012, 16:28


Cuches Dank galt seinem Ski.

Das Entsetzen stand Hannes Reichelt ins Gesicht geschrieben, als ihm im Zielraum in Garmisch diese Petition vor die Nase gehalten wurde. Didier muss bleiben war da in riesigen Buchstaben zu lesen – eine Unterschriften-Aktion für den besten Abfahrer der Gegenwart, der angekündigt hatte, mit Saisonende seine Karriere zu beenden. Doch einige Schweizer lassen nichts unversucht, dem 37-jährigen Cuche dieses Vorhaben auszureden.

Man kann es den Schweizern auch gar nicht verdenken. Cuche lässt auf seine alten Tage die Gegner dermaßen alt aussehen, dass nicht wirklich anzunehmen ist, dass er sein Können über den Sommer verlernen würde. "Aber ich höre definitiv auf", bekräftigte der Routinier noch einmal für alle, die es nicht wahrhaben wollen.

Wahrscheinlich ist es auch diese Aussicht auf ein Leben ohne Mausefalle und Kamelbuckel, die Didier Cuche in diesem Winter so locker und souverän macht. Der Oldie genießt seine Abschiedstournee sichtlich, und er hat auch allen Grund dazu: Dem fünften Sieg auf der Streif ließ Cuche den Triumph auf der verkürzten Garmischer Kandahar-Abfahrt folgen.

In der Tat hatte Tina Weirather allen Grund ihre Freude herauszuschreien. Die Liechtensteinerin beendete die Weltcup-Abfahrt in St. Moritz auf Rang 3 und holte damit den zweiten Podestplatz ihrer Karriere. Neben ...

... machten es sich "zwei alte Bekannte" gemütlich. Zum einen feierte Maria Höfl-Riesch als Zweite ihr bestes Abfahrtsergebnis der Saison, musste sich letztlich aber ...

... der Speed-Queen (auch von St. Moritz), Lindsey Vonn, um fast eineinhalb Sekunden geschlagen geben. Die ...

... ÖSV-Damen konnte da nicht ganz mithalten. Lizz Görgl holte als Achte immerhin einen Top-Ten-Platz.

In Garmisch dagegen musste vor Rennbeginn lange beraten werden. Nebel im Tröglhang zwang die Veranstalter letztlich dazu den Start nach unten zu verlegen. Der ...

... Kuss für den Sieger ...

... ging am Ende aber weder an Hannes Reichelt, noch ...

... an den kanadischen Weltmeister Erik Guay - es ...

... war wieder einmal Altmeister Didier Cuche vor dem sich die Abfahrtswelt zu verneigen hatte.

Kultfigur

Der Altstar genießt heute längst Kultstatus, der gelernte Fleischhauer ist aus dem Fleisch, aus dem Publikumslieblinge sind. "Wir begrüßen den Bruce Willis des Skisports", schrie der Garmischer Stadionsprecher dem Glatzkopf entgegen. Statt Stirb langsam lautet bei Cuche das Motto: Fahr schnell. Mit seinem dritten Saisonsieg stellte der Routinier im heurigen Abfahrtsduell Schweiz – Österreich auf 5:0.

Doch es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Österreicher zurückschlagen, glaubt Hannes Reichelt, der hinter Erik Guay (Kan) Dritter wurde. "Ich will Cuche schlagen, solange er noch fährt." Die Petition unterschrieb Hannes Reichelt dann aber trotzdem. Unter einer Bedingung: "Der Didier soll weiterfahren – aber bitte in Zukunft Kitzbühel auslassen."




Letztes Update am 28.01.2012, 16:28


Artikel vom 28.01.2012 12:53 | KURIER | Christoph Geiler, Garmisch-Partenkirchen | « zurück zu Wintersport


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