Letztes Update am 26.06.2012, 22:00
Die 21-Jährige hat zu wenig Einsätze im Fed-Cup-Team. In Wimbledon wurde ihr Match wie jenes von Melzer abgebrochen.
Endlich war sie in Hochform, endlich konnte Tamira Paszek, Österreichs beste Tennisspielerin, ihre Begabung zeigen. Wenige Tage nach ihrem größten Turniersieg, errungen in Eastbourne, wurde sie von Wolke sieben wieder heruntergeholt. Die 21-jährige Dornbirnerin, die vom Ranking her (Platz 37) locker qualifiziert gewesen wäre, darf aller Voraussicht nach wieder nicht zu den Olympischen Spielen. 2008 legte sich das ÖOC quer, dieses Mal ist der Internationale Tennisverband (ITF) der Spielverderber.
Grund: Die Vorarlbergerin hat in den letzten zwei Jahren nicht an zwei Fed-Cup-Länderkämpfen teilgenommen, wie es vorgeschrieben ist. Paszek spielte nur im Februar in der Europa-Afrika-Zone in Israel.
Kurios die Vorgeschichte. 1. Februar: Ronnie Leitgeb, Paszeks Manager und heutiger Präsident des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV), erzählte im KURIER-Gespräch: "Wir haben uns mit der ITF auf eine Ausnahmeregelung geeinigt." 7. Mai: Vorarlbergs Vizepräsident Michael Rauth verkündete, dass Paszek eine Ausnahmegenehmigung der ITF schon erhalten habe. Dies wurde wurde allerdings gleich am nächsten Tag vom ÖTV dementiert. "Wir werden aber alle Hebel in Bewegung setzen, damit es doch noch klappt", sagte ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl." Am Dienstag spielte Paszek in Wimbledon. Aber nur vier Games, dann wurde die Partie gegen die Ranglisten-Siebente Caroline Wozniacki wegen Regens beim Stand von 2:2 abgebrochen.
Melzers Krimi
Weiter, und zwar viel weiter kam Jürgen Melzer am Dienstag in Wimbledon. Der Olympia-Fixstarter (Einzel und Doppel mit Alexander Peya) schlug beim Stand von 3:6, 7:6, 2:6, 6:3 und 5:4 gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka auf das Match auf. Als der Regen zu stark wurde, stand es Einstand – nachdem Melzer drei Matchbälle nicht verwandelt hatte. Fortsetzung wie bei Paszek am Mittwoch.
Patricia Mayr-Achleitner, die als Ranglisten-93. bei Olympia nicht dabei ist, konnte ihre Partie schon am Nachmittag zu Ende spielen. Die 25-Jährige unterlag in der ersten Runde der Amerikanerin Varvara Lepchenko 2:6 und 3:6. Nur 2009 konnte die Tirolerin in Wimbledon ein Spiel gewinnen, damals schlug sie die Britin Anne Keothavong.
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