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KURIER
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Letztes Update am 31.07.2012, 00:45

Saudi-Arabische Judoka darf mit Kopftuch antreten. Die historische Olympia-Premiere der saudi-arabischen Judoka Wodjan Ali Seraj Abdulrahim Shaherkani ist gesichert.

Die Sportlerin dürfe am Freitag mit einer Kopfbedeckung starten, teilte die Sprecherin des saudischen Nationalen Olympischen Komitees, Razan Baker, am Montag mit. Darüber hatte es mit dem Internationalen Olympischen Komitee und dem Internationalen Judoverband Verhandlungen gegeben.

Alle drei Parteien hätten sich am Nachmittag auf ein speziell designtes Kopftuch geeinigt. Auch IJF-Sprecher Nicolas Messner bestätigte, Shaherkani werde antreten. Shaherkanis Vater hatte der Zeitung "al watan" zuvor gesagt, er werde seine Tochter ohne traditionellen Hidschab nicht starten lassen. Die IJF hatte eine Teilnahme ohne Kopftuch zur Bedingung für ihren Start gemacht. Das Kopftuch entspreche nicht den Regeln, sagte IJF-Präsident Marius Vizer. Außerdem gehe davon eine Verletzungsgefahr aus.

Shaherkani ist eine von zwei Athletinnen, die das Nationale Olympische Komitee Saudi-Arabiens für die London-Spiele nominiert hat. Neben ihr geht die in den USA lebende 800 Meter-Läuferin Sarah Attar an den Start. Bei der Eröffnungsfeier hatten beide Sportlerinnen Kopftücher getragen.

(KURIER/APA) Erstellt am 31.07.2012, 00:45

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