Letztes Update am 05.05.2012, 12:14
Die Spieler-Reaktionen auf die ungewohnte Unterlage sind gemischt. Jürgen Melzer missfällt sein Gegner.
Da erlebten die Stars ihr blaues Wunder: Der Sandplatz in Madrid, auf dem ab Sonntag beim Masters-1000-Turnier serviert wird, erntet Köpfschütteln. Blauer Sand. Wo gibt’s so etwas? Bald wird auf violettem Rasen oder gelbem Hallenplatz gespielt.
Egal. Die Stars nehmen es zur Kenntnis. Gemurrt wird trotzdem. "Den Spielern bringt es nichts, dem Tennis auch nicht. Nur einer gewinnt: der Besitzer des Turniers", sagte Lokalmatador Rafael Nadal mit Blick auf den Tennis-Unternehmer Ion Tiriac. Auch Roger Federer stimmte Nadal zu. "Das ist unsinnig", sprach der Schweizer.
Egal. Der 16-fache Grand-Slam-Sieger schlägt ebenso in Madrid auf wie Nadal und Novak Djokovic, die Nummer eins der Welt. Von den Topstars fehlt nur der US-Mann Mardy Fish, der derzeit unter Ermüdungserscheinungen leidet. Laut Informationen aus dem Spielerumfeld hat der 30-Jährige, derzeit die Nummer neun der Welt, wie der Schwede Robin Söderling das Pfeiffersche Drüsenfieber.
Rückkehr
Jürgen Melzer ist gesund und nach seinem Bänderriss im Knöchel einigermaßen wiedergenesen. "Er hat noch Schmerzen, aber sonst ist alles ok", sagt Physiotherapeut Jan Velthuis. Melzer selbst ist glücklich, dass er wieder dabei ist. "Ich bin froh, dass ich trainieren konnte."
Das Ziel für die nächsten beiden Wochen, vor den French Open spielt Melzer noch in Rom, ist klar: "Jürgen muss in Hinblick auf Paris vollkommen fit werden", sagt Manager Ronnie Leitgeb, der seinen Schützling zu den Turnieren in Madrid und Rom eine Woche später nicht begleiten wird.
Mit dem blauen Sand hat sich Österreichs Nummer eins auch schon ein bisserl vertraut gemacht. "Der Sandplatz ist etwas schneller als andere." Auch seinen Gegner kennt er schon. Und dieser bereitet gemischte Gefühle. "Er ist absolut kein Traumlos", sagt Leitgeb. Er meint Feliciano Lopez, der bestens in Form ist und am Samstag in München seine Halbfinalpartie gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber absolvierte. Andererseits hat Melzer den Spanier, derzeit Nummer 16 der Welt, in sechs Begegnungen vier Mal besiegt. Zuletzt 2010 auf dem Rasen in Wimbledon.
Rückblende
Zu verlieren hat Melzer nicht viel. Im Vorjahr unterlag er nach einem Freilos in Runde eins dem Lokalmatador Daniel Gimeno-Traver. Ein Jahr zuvor stand der heute 30-Jährige im Viertelfinale und verlor dort wie zuletzt im Daviscup gegen Nicolas Almagro.
Ein Comeback nach einem doppelten Bänderriss im Knöchel feiert ab Montag Andreas Haider-Maurer. Der 25-jährige Waldviertler wird beim Challenger in Prag erstmals vom Niederösterreicher Werner Eschauer betreut. "Eschauer ist der richtige Coach für ihn, er kennt die Spieler alle noch aus seiner Profizeit", sagt sein Manager Bernd Haberleitner.
Diskussion
Tennis
Melzer eröffnet Sandplatz-Saison in Casablanca
Zum Auftakt geht es wie schon in Miami gegen den Deutschen Tobias Kamke.
Tennis
Melzer deklassiert die Nummer 12 der Welt
Jürgen Melzer lässt Nicolas Almagro in Monte Carlo keine Chance.