Letztes Update am 28.05.2012, 17:03
Red Bull feierte den Sieg von Mark Webber und die Führung in der Team-WM. Sebastian Vettel wollte nicht mitmachen.
Red Bull versteht es zu feiern. Immer wieder waren nach dem Sieg von Mark Webber beim Grand Prix von Monaco im Paddock-Bereich die Jubelschreie der Red-Bull-Mannschaft zu hören. Und der Australier landete – wie es mittlerweile Tradition ist – in voller Rennmontur im Pool auf dem Oberdeck der schwimmenden Energy-Station. "Mark ist im Finish taktisch sensationell gefahren", lobte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko. "In der Konstrukteurswertung sind wir jetzt weit vorne."
Trotzdem: So ausgelassen wie beim Sieg von Sebastian Vettel im Jahr 2011 feierte das österreichisch-englische Team am Sonntag nicht. Zum einen war dies dem starken Regen geschuldet, der kurz nach Rennende einsetzte und somit den Grand Prix nicht mehr spannend machte, dafür aber die Party vermieste. Zum anderen war da Sebastian Vettel, der als Vierter wohl nur offiziell zufrieden war: "Wenn man von Platz neun wegfährt, ist das schon okay." Dem Geschehen am Pool blieb der 24-Jährige jedenfalls fern. "Ich hatte keine Lust auf Baden und außerdem keine Ersatzklamotten dabei. Für die Fans sind die vielen Rennsieger ja gut, aber uns macht es das Leben schwer."
Gerüchte
Laut englischen Medien soll der Doppelweltmeister einen Vorvertrag mit Ferrari unterschrieben haben. Vettel ist bis 2014 an Red Bull gebunden, kann aber aussteigen, sollte ihm das Team kein konkurrenzfähiges Auto mehr stellen. Der Deutsche dementierte: "Da hatte wohl noch jemand freien Platz in seiner Zeitung. Ich habe nichts unterschrieben." Und auch Niki Lauda entkräftete die Gerüchte: "Was soll der Schwachsinn? Was soll ein Vorvertrag sein? Vettel wird bis 2014 bei Red Bull bleiben und dann schauen, wo er am meisten Geld bekommt."
Dennoch könnte der Fahrermarkt bald in Bewegung kommen. Mit Monaco-Sieger Webber will Red-Bull-Teamchef Christian Horner im Spätsommer über eine Vertragsverlängerung sprechen. Der Vertrag von Michael Schumacher bei Mercedes läuft Ende 2012 aus, zu seinen Plänen machte der 43-Jährige in Monaco keine Andeutungen. Lewis Hamilton, dessen Kontrakt ebenfalls Ende des Jahres ausläuft, war nach dem verpatzten Rennwochenende und Platz fünf richtig wütend und schimpfte in Richtung seines McLaren-Teams: "Wir fallen Rennen für Rennen zurück. Wenn wir nicht aufpassen, kann es schnell vorbei sein." Doch dem Weltmeister von 2008 soll ein unterschriftsreifer Fünfjahresvertrag vorliegen. Dieser würde Hamilton 25 Millionen Euro bringen.
Pro Jahr.
Hauptartikel
Vettel schwänzte die Pool-Party
Hintergrund
Webber gewinnt enges Monaco-Rennen
Pressestimmen
Monaco-GP: "Eher armselig"
Hintergrund
Formel 1: Jeder darf einmal
Diskussion
Red Bull
Handshake zwischen Vettel und Webber
GP von Malaysia
Red-Bull-Doppelsieg mit bitterem Beigeschmack
Vettel ignoriert den Funk und umkurvt Red-Bull-Kollege Webber, Mercedes bremst Rosberg ein.
Spanien-GP
Alonso und Räikkönen im Mittelpunkt
Trainingsschnellster war am Freitag aber Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel.
Formel 1