Letztes Update am 24.06.2012, 10:38
Der Teamchef des Brazil World Rallye Team Manfred Stohl zeigt sich zufrieden mit seinem Kurz-Comeback.
Das Comeback in der Rallye-WM als Pilot hat sich für Manfred Stohl ausgezahlt. Der Teamchef des Brazil World Rallye Team machte seine Arbeit als Ersatzfahrer für den erkrankten Stammpiloten gut und errang mit Copilotin Ilka Minor im Ford Fiesta RS mit Rang zehn in Neuseeland einen Punkt für die Fahrerwertung. Der Sieg ging an Serien-Weltmeister Sebastien Loeb, der 38-jährige Franzose erreichte im Citroen DS3 seinen 72. WM-Erfolg.
Für Stohl/Minor war es der erste gemeinsam WM-Lauf seit fast fünf Jahren, schon bei der Deutschland-Rallye wird der Brasilianer Daniel Oliveira wieder im Cockpit sitzen. Auf der letzten Etappe in Neuseeland erschwerte Stark-Regen die Aufgabe, die aufgezogenen abgefahrenen Softreifen hielten durch. "Es war supergeil, wieder einmal in der WM zu fahren. Meine Ziele sind fast alle aufgegangen. Das Auto hat nach diesen mehr als 400 Sonderprüfungskilometern keinen einzigen Kratzer, wir haben nicht einmal eine Stoßstange gebraucht", meinte Stohl.
Autofahren "nicht verlernt"
Stohl, der am 7. Juli 40 Jahre wird, freute sich, das Autofahren "nicht verlernt zu haben". Das habe er die ganze Rallye über bewiesen, speziell mit dem dritten Rang auf der 19. Sonderpürfung. "Dieser Einsatz hilft mir auch zukünftig als Teamchef, da ich viele neue Erfahrungen in die Praxis einbringen kann", meinte Stohl und bedankte sich auch bei Walter Grubmüller für die finanzielle Unterstützung. Auch Copilotin Minor zeigte sich zufrieden: "Die Zusammenarbeit mit Manfred war wie früher. Wir sind eine absolut fehlerfreie Rallye gefahren, die auch mir unendlich viel Spaß bereitet hat."
Loeb hatte nach den 22 Sonderprüfungen einen Vorsprung von 29,6 Sekunden auf seinen finnischen Teampartner Mikko Hirvonen. Mit seinem fünften Saisonerfolg baute Loeb sein Konto auf 145 Punkte aus und hat nun 38 Zähler Vorsprung auf Hirvonen. "Das war ein starkes Wochenende, ein großer Kampf mit Mikko", sagte Loeb nach seinem dritten Neuseeland-Sieg nach 2005 und 2008.
Neuseeland-Rallye
| 1. | Sebastien Loeb / Daniel Elena | FRA/MON | Citroen | 4:04:51,2 |
|---|---|---|---|---|
| 2. | Mikko Hirvonen / Jarmo Lehtinen | FIN | Citroen | + 29,6 |
| 3. | Petter Solberg / Chris Patterson | NOR/GBR | Ford | 1:36,4 |
| 4. | Jewgeni Nowikow / Denis Giraudet | RUS/FRA | Ford | 2:13,6 |
| 5. | Thierry Neuville / Nicolas Gisoul | BEL | Citroen | 2:42,4 |
| 6. | Daniel Sordo / Carlos del Barrio | ESP | Mini | 3:03,1 |
| 7. | Jari-Matti Latvala / Miika Anttila | FIN | Ford | 4:52,9 |
| 8. | Armindo Araujo / Miguel Ramalho | POR | Mini | 9:36,4 |
| 9. | Ken Block / Alex Gelsomino | USA | Ford | 10:30,3 |
| 10. | Manfred Stohl / Ilka Minor | AUT | Ford | 11:26,3 |
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