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KURIER
Hamilton war am schnellsten. - Foto: EPA

Letztes Update am 08.09.2012, 18:45

Monza: Erste Startreihe gehört McLaren. Hamilton startet in Monza von der Pole-Position. Vettel wird im Qualifying Sechster, Alonso Zehnter, Webber Elfer.

24 Fahrer von zwölf Teams haben vor einem halben Jahr die Saison eröffnet. Acht Grands Prix bevor in São Paulo die letzte Zielflagge geschwungen wird, können nur noch sechs Fahrer aus vier Teams das Rennen um die WM-Krone machen.

In die Favoritenrolle gefahren hat sich Fernando Alonso, der am Sonntag (14 Uhr, live ORFeins, RTL, Sky) in das Ferrari-Heimspiel in Monza startet, allerdings nur von Platz 10 aus. In der ersten Reihe stehen die McLaren von Lewis Hamilton ("Ein angenehmes Wochenende bis jetzt") und Jenson Button.

Dahinter starten Massa (Ferrari) und Schumacher (Mercedes). Wie vermutet, läuft es für Red Bull auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke schlecht, Vettel kam auf Rang sechs, Webber auf elf.

Qualifying in Monza

1.Lewis HamiltonGBRMcLaren1:24,010
2.Jenson ButtonGBRMcLaren1:24,133
3.Felipe MassaBRAFerrari1:24,247
4.Paul di Resta *GBRForce India1:24,304
5.Michael SchumacherGERMercedes1:24,540
6.Sebastian VettelGERRed Bull1:24,802
7.Nico RosbergGERMercedes1:24,833
8.Kimi RäikkönenFINLotus1:24,855
9.Kamui KobayashiJPNSauber1:25,109
10.Fernando AlonsoESPFerrari1:25,678
out in Q2:
11.Mark WebberAUSRed Bull1:24,809
12.Pastor Maldonado**VENWilliams1:24,820
13.Sergio PerezMEXSauber1:24,901
14.Bruno SennaBRAWilliams1:25,042
15.Daniel RicciardoAUSToro Rosso1:25,312
16.Jerome d'AmbrosioBRALotus1:25,408
17.Jean Eric VergneFRAToro Rosso1:26,241
out in Q1:
18.Heikki KovalainenFINCaterham1:26,382
19.Witali PetrowRUSCaterham1:26,887
20.Timo GlockGERMarussia1:27,039
21.Charles PicFRAMarussia1:27,073
22.Narain KarthikeyanINDHRT1:27,441
23.Pedro de la RosaESPHRT1:27,629
24.Nico HülkenbergGERForce Indiaohne Zeit
* In Startaufstellung fünf Plätze zurückversetzt
** zehn Plätze zurück

Ausblick

Die WM-Entscheidung wird jedoch fernab der alten Heimat fallen. Und egal ob Singapur, Japan, Südkorea, Indien, Abu Dhabi, Texas oder São Paulo, der schnellste Kreisverkehr der Welt wird von Station zu Station mehr Fahrt aufnehmen.

Die Konstellationen innerhalb der Teams sind unterschiedlich wie explosiv – die offenen Fragen: Hält der Waffenstillstand zwischen Vettel und Webber beim Weltmeister-Team Red Bull?

Gipfeln die Vertragsspekulationen bei McLaren im Ende der englischen Vorzeige-Kameradschaft?

Kann Lotus trotz eines kolportierten Schuldenbergs von 60 Millionen Euro das Entwicklungstempo halten und Räikkönen zum großen Coup verhelfen?

Und gelingt Ferrari die Sensation mit dem Solisten Alonso – oder fehlt ein zweiter starker Fahrer als Bremsklotz für die Konkurrenz?

Red Bull

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Die Weltmeister rasen im Gleichschritt

Nicht nur die Zahlen, auch die bisherigen Eindrücke zeigen: Kein teaminternes Duell bei einem der Teams im WM-Kampf ist ausgeglichener als jenes bei Red Bull. Die Anpassungen im technischen Reglement haben Titelverteidiger Sebastian Vettel gebremst und Mark Webber beschleunigt.

Der Weltmeister-Rennstall aus Österreich hat dafür als einziges Team beide Fahrer an vorderster Front im WM-Rennen gehalten – ob Fluch oder Segen, wird sich zeigen. Bisher verlief das Duell der beiden Piloten auffällig unauffällig.

McLaren

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Das Ende der englischen Harmonie

Die Zahlen lügen nicht: Lewis Hamilton hat seine Nerven wieder in Griff und ist der schnellere Mann im Team. Im Vorjahr konnte sein englischer Landsmann Jenson Button noch mit Übersicht und Konstanz auf den zweiten WM-Rang fahren, doch heuer hatte er im zweiten Saisondrittel Probleme.

Vor einer Woche jedoch beging Hamilton einen Fauxpas: er veröffentlichte Telemetriedaten und trübte so das Verhältnis zu seinem Teamkollegen. Angeblich verhandelte Hamilton an diesem Wochenende schon mit Mercedes.

Lotus

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Die Diva beweist Konstanz und Cleverness

Es ist nicht so, dass niemand in der Formel 1 Finnisch spricht, aber Teamchef Eric Boullier weiß, welches Rätsel sein Lotus-Rennstall geknackt hat: "Wir haben das Glück, dass wir Kimi verstehen." In seiner Comeback-Saison fordert Räikkönen manchmal nach ein, zwei Trainingsrunden einen kompletten Umbau des Dienstautos – das Team zieht mit.

Im Duell mit dem schnellen, aber ungestümen Romain Grosjean besticht der einst als launisch und unberechenbar geltende Ex-Weltmeister durch Konstanz und Cleverness.

Ferrari

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Ein Doppelweltmeister und ein Watschenmann

In einem Team mit Fernando Alonso zu fahren, ist unangenehm. Doch für Felipe Massa wird die Saison 2012 zum Albtraum. Das Ferrari-Team steht geschlossen hinter seiner One-Man-Show Alonso. Massa gewann in Monza das einzige Trainingsduell des Jahres.

Normalerweise kassiert er Woche für Woche Watschen und fährt hoffnungslos hinterher. Dass Alonso fahrerisch einer der Besten ist, war schon vor der Saison klar. Und nun scheint auch fix zu sein, dass Massas Vertrag nach den gezeigten Leistungen nicht mehr verlängert wird.

(kurier/Philipp Albrechtsberger, Florian Plavec) Erstellt am 08.09.2012, 15:02

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