Letztes Update am 15.06.2012, 16:21
Mit einem Hybrid-Auto startet Alexander Wurz am Samstag. Auch zwei andere Österreicher gehen ins Rennen.
Alexander Wurz bringt die Faszination Le Mans mit einem Satz auf den Punkt: "Es ist wie ein Formel-1-Rennen, nur zwölf Mal so lang." Der ehemalige Formel-1-Pilot ist einer von drei Österreichern, die am Samstag (15 Uhr/live ORF eins) an den Start des wichtigsten Langstreckenklassikers der Welt gehen. Mit Toyota feiert Wurz ein Comeback in einem der beiden japanischen Hybrid-Fahrzeuge, die am Start sind.
Der Niederösterreicher hat die Chance, als zweiter Fahrer neben dem achtfachen Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dän) in Autos von drei verschiedenen Herstellern – sowie mit unterschiedlicher Antriebsenergie – das 24-Stunden-Rennen zu gewinnen. 1996 wurde Wurz im Benzin-Porsche mit 22 Jahren zum jüngsten Sieger, 2009 holte er sich mit 35 Jahren den Sieg im Diesel-Peugeot. Starten wird Wurz von Platz fünf aus.
Diesmal pilotiert der mittlerweile 38-Jährige den weiß-blauen Toyota TS030-Hybrid mit der Startnummer 7. Die Köln-Japaner sind nach dem Peugeot-Rückzug heuer die großen Gegner von Audi, das neben zwei konventionellen R18 ebenfalls zwei Hybrid-Autos einsetzt.
Wurz glaubt aber nicht, dass er auf dem 13,629 Kilometer langen Kurs die favorisierten R18 schlagen kann. "Für unser erstes Mal in Le Mans können wir aber zufrieden sein", sagte Wurz nach Platz vier im ersten von drei Qualifikationstrainings.
Premiere
Der 22-jährige Salzburger Dominik Kraihamer ist bei seiner Premiere der jüngste Pilot in der höchsten Klasse – und fiebert dem Rennen vor 300.000 Zuschauern entgegen. "Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn ein Ziel, auf das man so lange hingearbeitet hat, endlich in Erfüllung geht", sagte Kraihamer. "Aber es ist und bleibt ein Lehrjahr, das Ziel heißt Durchkommen."
Das hat auch für den zweifachen GT-Klassensieger (2007 und `10) Richard Lietz oberste Priorität. Denn Le Mans zählt heuer erstmals zur neuen FIA-Langstrecken-WM, aufgrund der Distanz werden doppelte Punkte vergeben. Lietz kommt mit seinem 911er Porsche GT3 RSR als Meisterschaftsführender zum Rennen.
Diskussion
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