Letztes Update am 20.08.2012, 08:30
Der Tiroler Coach reagiert nüchtern und gelassen auf die Pleite gegen Wr. Neustadt. Die Analyse fällt gnadenlos aus.
Wer Verärgerung und Wut erwartet hatte, der wurde überrascht. Walter Kogler reagierte relativ gelassen und nüchtern auf die Innsbrucker 2:3-Heimpleite gegen Schlusslicht Wiener Neustadt. Aber das Entsetzen stand ihm dann doch ins Gesicht geschrieben: Ein Entsetzen über eine Niederlage nach zweimaliger Führung, ein Entsetzen über die immer wiederkehrenden Anfängerfehler seiner Defensivspieler. "Wir haben in der Defensive nicht die Qualität, um in dieser Liga bestehen zu können", befand denn auch Kogler.
Einerseits kassierten die Tiroler in den ersten fünf Runden bereits zwölf Gegentore, andererseits leisten sich die Wacker-Verteidiger Svejnoha und Kofler einen Patzer nach dem anderen und lassen jegliche Bundesliga-Tauglichkeit vermissen. Neustadt-Stürmer Friesenbichler hatte gegen die desolaten Tiroler ein leichtes Spiel, um einen Hattrick zu erzielen und den Niederösterreichern den ersten Saisonsieg zu bescheren. "Wir schaffen keine Partie ohne groben Schnitzer, so sind wir in der Abwehr nicht konkurrenzfähig", sagt Kogler.
Gnadenlose Analyse
Die gnadenlose Analyse ist in erster Linie an Sportdirektor Oliver Prudlo gerichtet. Der Tiroler Trainer fleht regelrecht um einen neuen Verteidiger. "Ja, das ist mein klarer Wunsch. Und ist es nicht gelungen, die Abgänge mit Spielern aus den eigenen Reihen zu kompensieren", so Kogler. Vor allem der spanische Abwehrchef Inaki Bea, der nach einigen Eskapaden den Verein auf Order des Vorstandes verlassen musste, wird spürbar als Organisator und Routinier vermisst.
In der Tabelle hat sich Wacker mit Wr. Neustadt und Aufsteiger Wolfsberg am Ende eingenistet. Für Walter Kogler vorerst noch kein Grund zur Beunruhigung: "So ehrlich muss man sein: Es steht uns auch nicht mehr zu. Im Moment gehören wir dorthin."
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