Sabitzer wechselt zu Salzburg, Dibon bleibt Rapidler

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID WIEN - RZ PELL
Foto: APA/HANS PUNZ Marcel Sabitzer (links) geht nach Salzburg, Christopher Dibon (rechts) bleibt ein Rapidler.

Sabitzer wird über RB Leipzig nach Salzburg wechseln. Innenverteidiger Dibon bleibt bis 2017 bei Rapid Wien.

Dass Marcel Sabitzer innerhalb der Bundesliga von Rapid nach Salzburg wechseln wird, ist seit einigen Wochen klar gewesen. Offen war eigentlich nur der Zeitpunkt und das Wie. Beides ist nun seit Freitag offiziell geklärt.

Der Teamspieler nimmt aufgrund einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag bei Rapid, die nur für das Ausland gilt, den Umweg über Leipzig. Das ist seit Freitag nun endgültig fix. Der 20-jährige Teamspieler erhält beim deutschen Red-Bull-Klub einen Vertrag bis Sommer 2018. Von Leipzig wird Sabitzer nach Salzburg ausgeliehen – aber nur für die kommende Saison.

Der Offensivspieler wechselt um die festgeschriebene Ablösesumme von zwei Millionen Euro in den Red-Bull-Konzern, von dieser Summe bleibt Rapid aber nur deutlich weniger als die Hälfte. Den Großteil streift eine Investorengruppe rund um die Welser Spieleragentur Stars&Friends ein, die im Jänner 2013 den Transfer von Sabitzer von der Admira zu Rapid finanziert hat. Dazu partizipieren auch die Familie Sabitzer sowie dessen Ex-Klubs wie Admira und die Austria mit.

„Es ist sein ausdrücklicher Wunsch zu wechseln“, sagte Rapid-Sportdirektor Andreas Müller zum Transfer, den man „aufgrund der allgemein bekannten Vertragssituation“ nicht verhindern konnte. "Nach intensiven Gesprächen mit den Kollegen von Red Bull haben wir schlussendlich eine Lösung gefunden, die für alle Beteiligten gut ist, erklärte der Deutsche.

2013 hatte der Sohn von Ex-Salzburg-Spieler Herfried Sabitzer 400.000 Euro gekostet, nach 18 Monaten bei Rapid bezahlt Salzburg nun das Fünffache. Dies lässt den Transfer – wie auch das Umgehungsgeschäft über Deutschland – in einem schiefen Licht erscheinen.

Denn Sabitzer hatte schon im August 2012 mit Salzburg verhandelt, damals war Rangnick zu einem Gespräch nicht nur zu spät gekommen, sondern auch nicht informiert gewesen über den Flügelspieler, der damals bei Admira der Shootingstar war und den Sprung in den Teamkader geschafft hatte.

Marcel Sabitzer wechselte im Jänner 2013 von Admira Wacker Mödling zu Rapid. Am jungen Offensivspieler waren neben österreichischen Topklubs angeblich auch mehrere ausländische Vereine, u.a. Schalke 04, Borussia Dortmund, Juventus Turin und sogar Manchester United dran. "Ich bin überglücklich, dass es jetzt geklappt hat und werde mich für meinen neuen Klub voll reinhauen. Für mich geht ein echter Kindheitstraum in Erfüllung", sagte der damals 18-Jährige nach seiner Ankunft in Wien-Hütteldorf. Der Mittelfeldspieler brachte es bei Admira auf 37 Einsätze in der Bundesliga und erzielte dabei acht Treffer. 2012 schaffte der gebürtige Grazer zudem erstmals den Sprung ins A-Team. Bislang brachte es der Sohn von Ex-Teamstürmer Herfried Sabitzer auf vier Einsätze für Kollers Auswahl. Für die Grün-Weißen lief er in der Bundesliga 45 mal auf und erzielte dabei zehn Treffer. Hinzu kommen zehn Einsätze in der Europa League, bei denen der Offensivmann zweimal traf. Sabitzer hat es weitergezogen - über RB Leipzig nach Salzburg. Dort käpft er nun um einen Stammplatz - sein unmittelbarer Konkurrent ist Alan.

Lob von Rangnick

Jetzt ist das anders, jetzt kennt der Sportchef von Salzburg und Leipzig Sabitzer: „Aus meiner Sicht ist Marcel in Österreich einer der interessantesten jungen Fußballer, der sich mit seinen 20 Jahren bei uns weiter positiv entwickeln kann“, lobt Rangnick seine Verpflichtung.

Mit dem Wechsel nach Salzburg trennen sich auch die Wege von Sabitzer und seinem Ex-Admira-Teamkollegen Christopher Dibon endgültig. Der Verteidiger löste seinen noch bis 2015 laufenden Vertrag in Salzburg auf und wechselt fix nach Hütteldorf, wo er schon vergangene Saison leihweise gespielt hat. Der 23-Jährige wurde bis ins Jahr 2017 von Rapid vertraglich gebunden.

"Ich habe mich in den letzten Monaten nicht umsonst sehr deutlich positioniert, dass ich unbedingt Teil dieser aufstrebenden Mannschaft bleiben will. Umso glücklicher bin ich, dass es nun doch zu einer Einigung der Klubs kam und ich freue mich schon jetzt auf den Trainingsauftakt. Ich bin überzeugt, dass wir auch kommende Saison eine starke Mannschaft stellen werden und möchte mit Rapid und seiner großen Anhängerschaft schon bald auch einen Titel feiern", sagt Christopher Dibon. 

Neues gibt es auch vom neuen Rapid-Stadion. Alle Hürden wurden genommen, das Projekt wird nun am 10. Juni den Mitgliedern in der Halle E der Wiener Stadthalle präsentiert.

(kurier) Erstellt am
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