Sabitzer: "Rapid hat ein riesiges Potenzial"

MARCEL SABITZER BEI RAPID WIEN
Foto: APA/ROLAND SCHLAGER Rapid-Neuzugang Marcel Sabitzer (Mi.) mit Trainer Peter Schöttel (li.) und Sportdirektor Helmut Schulte.

Der Neuzugang sorgt für Hoffnung. Sportdirektor Schulte zog in den Prater.

Mit Laufschuhen und Pulsuhren ging am Dienstag, 10 Uhr , die Vorbereitung auf die Frühjahrssaison bei Rapid los. Trotz heftigen Schneetreibens und frostigen Temperaturen im Wiener Prater war die Stimmung locker.

Das lag auch daran, dass Wunschspieler Marcel Sabitzer erstmals dabei war. Der 18-jährige Ex-Admiraner soll in der Offensive für Entlastung sorgen. Trainer Peter Schöttel freut sich: „Er wird uns im Angriff variabler machen. Mir gefallen Spielertypen, die auf mehreren Positionen einsetzbar sind.“

Begonnen hatte der erste Trainingstag mit Ansprachen von Manager Werner Kuhn und Sportdirektor Helmut Schulte zur Mannschaft. Kuhn sprach den Spielern Respekt für die Leistungen im schwierigen Jahr 2012 aus, Schulte stellte sich bei den Spielern vor. Außerdem schwor er die Spieler darauf ein, dass sie „alles dem Wohle von Rapid unterordnen müssen“. Deshalb bezog Schulte auch gleich ein neues Büro im Happel-Stadion. Denn der Sportdirektor will nicht in Hütteldorf sein, wenn die Mannschaft im Prater trainiert. Schöttel: „Helmut Schulte wird sehr eng mit uns zusammenarbeiten. Hier im Happel-Stadion ist er nah dran an der Mannschaft, am Trainerteam und kann auch das Training beobachten.“ Bisher waren die Funktionäre in Hütteldorf, in der Geschäftsstelle beim Hanappi-Stadion anzutreffen.

Vorfreude

Sabitzer, der Helge Payers Rückennummer 24 bekommen wird, kann die Saison kaum erwarten: „Ich habe große Freude, dass es mit Rapid geklappt hat. Die Mannschaft hat ein riesiges Potenzial. Die ersten drei Runden werden entscheidend sein. Wenn wir die gut überstehen, dann ist noch alles möglich.“ Besonders auf das erste Spiel Mitte Februar freut er sich: „Ich muss schon oft an das Derby denken.“

Christopher Drazan, ein guter Freund von Sabitzer, war beim Training noch dabei, sein Transfer zu Kaiserslautern ist aber im Laufen. „Es sollte demnächst passieren“, sagt Schulte.

Marcel Sabitzer wechselte im Jänner 2013 von Admira Wacker Mödling zu Rapid. Am jungen Offensivspieler waren neben österreichischen Topklubs angeblich auch mehrere ausländische Vereine, u.a. Schalke 04, Borussia Dortmund, Juventus Turin und sogar Manchester United dran. "Ich bin überglücklich, dass es jetzt geklappt hat und werde mich für meinen neuen Klub voll reinhauen. Für mich geht ein echter Kindheitstraum in Erfüllung", sagte der damals 18-Jährige nach seiner Ankunft in Wien-Hütteldorf. Der Mittelfeldspieler brachte es bei Admira auf 37 Einsätze in der Bundesliga und erzielte dabei acht Treffer. 2012 schaffte der gebürtige Grazer zudem erstmals den Sprung ins A-Team. Bislang brachte es der Sohn von Ex-Teamstürmer Herfried Sabitzer auf vier Einsätze für Kollers Auswahl. Für die Grün-Weißen lief er in der Bundesliga 45 mal auf und erzielte dabei zehn Treffer. Hinzu kommen zehn Einsätze in der Europa League, bei denen der Offensivmann zweimal traf. Sabitzer hat es weitergezogen - über RB Leipzig nach Salzburg. Dort käpft er nun um einen Stammplatz - sein unmittelbarer Konkurrent ist Alan.
(kurier) Erstellt am

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