Klagenfurter Stadion nach Urteil wieder voll bespielbar

Oesterreich - Slowakei
Foto: dapd/Andreas Schaad Für den Oberrang den Wörthersee-Stadions ist keine UVP erforderlich.

Die Wörthersee-Arena wurde für 30.000 Zuschauer bewilligt. Eine ordentliche Revision ist unzulässig.


Das rund 100 Millionen Euro teure Klagenfurter Wörtherseestadion wird doch nicht als "Schwarzbau" in die Geschichte eingehen: In einem Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts wurde die Beschwerde von sechs Anrainern gegen die Baubewilligung abgewiesen, damit ist die Arena wieder für 30.000 Zuschauer freigegeben.

Der Bundes-Verwaltungsgerichtshof hatte im August 2015 den Einsprüchen gegen die "Permanentmachung" (der Oberrang mit 18.000 Sitzplätzen sollte nach der EURO 2008 zurückgebaut werden) des Stadions stattgegeben, seitdem durften nur Fußballveranstaltungen mit bis zu 12.000 Zuschauern stattfinden. Laut dem Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts ist jedoch keine Umweltverträglichkeitsprüfung für den Oberrang erforderlich. Allerdings gibt es Auflagen: Demnach sind im Stadion jährlich nur 20 Fußballspiele für mehr als 15.000 Fans bewilligt.

Veranstaltungen abseits des Sports mit mehr als 15.000 Zuschauern werden auf fünf limitiert. Ein Motor-Event sowie zwei Großfeuerwerke können pro Jahr durchgeführt werden, Nachbesserungen beim Verkehrskonzept und beim Lärmschutz sind verpflichtend.

Erleichterte Bürgermeisterin

"Endlich haben wir Rechtssicherheit, damit wird der Stadt ein wirtschaftlicher Schaden erspart", ist Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) erleichtert. Wegen des schwebenden Verfahrens waren die Durchführungen des österreichischen Fußball-Cupfinales am 19. Mai sowie des Länderspiels der Nationalmannschaft im Frühjahr (als Gegner sind Zypern und Malta im Gespräch) infrage gestanden. "Wir verhandeln mit einem weiteren EM-Team, das ein Testspiel absolvieren will", sagt Sportpark-Geschäftsführer Gert Unterköfler.

Eine ordentliche Revision gegen das Urteil ist übrigens laut Bescheid nicht zulässig. "Unsere Forderungen wurden weitestgehend erfüllt. Ob wir eine außerordentliche Revision anstreben, ist offen", sagt Anrainer-Anwalt Franz Unterasinger. Eine solche hätte keine aufschiebende Wirkung.

(kurier) Erstellt am
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