3:0 - Rapid gewinnt das 316. Wiener Derby

Fussball ,  Austria -  Rapid
Foto: Agentur Diener/DIENER / Philipp Schalber Ausgerechnet Thomas Murg - von 2012 bis 2014  Austrianer - erzielte das 1:0 für die Gäste.

Die Hütteldorfer gewinnen auch das zweite Saison-Derby in der Generali Arena.


Vielleicht ist es ja ein Glück, dass das 316. Derby für die Austria das letzte in der Generali Arena für die kommenden zwei Jahre war. 2:5 im Herbst gegen Rapid, 0:3 am Sonntag, während das letzte Duell im Prater mit 2:1 gewonnen wurde. Rapid ist somit erster Verfolger von Meister Salzburg und mit dem Tabellenführer gleich an Punkten.

Fussball ,  Austria -  Rapid Foto: Agentur Diener/DIENER / Philipp Schalber Schweigeminute für den verstorbenen Iwanow. Das Derby begann furios wie selten. Jelic hatte nach zwei Minuten die erste Chance für Rapid, kurz danach krachte Austrias Kayode mit Rapid-Goalie Strebinger zusammen, zwei Minuten später vergab Rotpuller per Kopf aus wenigen Metern.

Durchatmen.

Rapids Offensive mit Hofmann, Jelic, Kainz und Neuzugang Murg war von Beginn an hellwach, wirbelte durch Austrias Defensive. Mit Erfolg. Ausgerechnet Ex-Austrianer Murg brachte nach Pass von Hofmann Rapid verdient 1:0 in Führung (9.).

Der 21-Jährige war allerdings aus abseitsverdächtiger Position gestartet.

Fussball ,  Austria -  Rapid Foto: Agentur Diener/DIENER / Philipp Schalber Hofmann verwertete eiskalt. Fünf Minuten später jubelte abermals Grün-Weiß. Jelic offenbarte nach Kainz-Pass bei einem Haken, wie ungelenk Shikov ist, der sich nur mit einem Elfmeter-Foul zu helfen wusste. Kapitän Hofmann erhöhte bei seiner Rückkehr in die Startelf souverän auf 2:0 (14.).

Agiler Evergreen

Der top motivierte und agile Hofmann und Austrias Rotpuller fochten am Valentinstag einen persönlichen Strauß aus. Nach schönem Zusammenspiel mit Kainz gelang Jelic fast das 3:0 (29.).

Rotpuller und Venuto waren die einzigen Austrianer, die sich den spielerisch stärkeren Rapidlern mit Vehemenz und Erfolg entgegen stemmten. Die anderen violetten Führungsspieler erwischten zunächst nicht ihren besten Tag. Nur einmal wurde Kapitän Gorgon per Kopf gefährlich (38.).

Dominante Veilchen

Trainer Thorsten Fink stellte um und brachte mit Friesenbichler einen zweiten Stürmer. Der sorgte für mehr Schwung im violetten Spiel und wurde in einer Aktion von Strebinger Elfmeter verdächtig attackiert (55.). Die Austria übernahm das Kommando und hatte durch Kayode nach schöner Koch-Flanke und durch einen Kopfball von Shikov große Chancen, heran zu kommen.

Fussball ,  Austria -  Rapid Foto: Agentur Diener/DIENER / Philipp Schalber Die Violetten verzweifelten an diesem Sonntag. Bei Rapid ging der völlig ausgepumpte Kapitän Hofmann nach einer Stunde von Bord, die Rapidler bekamen vermehrt Probleme und mussten sich aufs Kontern verlegen. Einer entschied das Derby endgültig: Eine gelungene Aktion von Kainz über Joker Schobesberger schloss Jelic zum 3:0 ab (72.).

Die Austria, die im Cup-Halbfinale das schwerste Los, Salzburg auswärts, zugelost bekommen hatte, war sodann demoralisiert und hatte nichts mehr nach zu legen. Damit liegen die Veilchen zwei Punkte hinter dem Führungs-Duo.

Spieldaten

Austria - Rapid 0:3 (0:2)

Bundesliga, 22. Runde

Wien, Generali-Arena, 12.500 (ausverkauft), SR Harkam

Tore:
0:1 ( 9.) Murg
0:2 (14.) S. Hofmann (Foul-Elfmeter)
0:3 (72.) Jelic

Austria: Hadzikic - Koch, Sikov, Rotpuller, Martschinko - Holzhauser, Serbest - Gorgon, Kehat (46. Friesenbichler), Venuto - Kayode

Rapid: Strebinger - Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Stangl - Petsos, Schwab - Murg (66. Schobesberger), S. Hofmann (60. Grahovac), F. Kainz - Jelic (77. Tomi)

Gelbe Karten: Venuto, Sikov, Kayode bzw. Jelic, S. Hofmann

Tabelle

(kurier) Erstellt am
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