Für die Bayern war auch Arsenal kein Prüfstein

Bayern Munich's Kroos celebrates with teammates af
Foto: Reuters/EDDIE KEOGH Ein gewohntes Bild in diesen Tagen: Jubelnde Bayern-Spieler.

Der FC Porto bezwingt Malaga vor eigenem Publikum mit 1:0.

Die Münchner siegten in London 3:1 und legten die Basis für den Aufstieg ins Viertelfinale. Dass die Bayern stark genug sind, um den Meistertitel in der Deutschen Bundesliga zu holen, beweisen die 15 Punkte Vorsprung des Tabellenführers nach 22 Runden auf Verfolger Dortmund.

Arsenal's Szczesny and Koscielny challenge Bayern Foto: Reuters/DYLAN MARTINEZ Aber sind die Bayern auch stark genug, um erstmals seit 2001 die Champions League zu gewinnen? Die Gruppengegner Valencia, Lille und BATE Borisow waren keine echten Prüfsteine. Das hätte Achtelfinalgegner Arsenal sein sollen – zumindest von der Reputation her.

Dass allerdings die Arsenal-Elf 2013 nicht mehr viel mit jener zu tun hat, die 2006 noch das Champions-League-Finale erreicht hatte, bewies das gestrige Hinspiel im Emirates Stadium. Für die Bayern war der Ausflug nach London ein netter.

Vor dem Anpfiff nebelten mitgereiste Bayern-Fans das Spielfeld ein. Und sie hatten damit offensichtlich auch die Arsenal-Spieler eingenebelt. Denn diese fanden sich im Angriffswirbel der Bayern lange nicht zurecht.

Freiräume

Arsenal-Coach Wenger hatte auf Mittelstürmer Giroud verzichtet, wollte mit wendigen, flinken Offensivkräften die Bayern beherrschen. Doch das Gegenteil war der Fall. Die Münchner bestimmten das Spiel. Und bekamen in der Offensive Freiräume, die einfach zu nützen waren.

Bayern Munich's Kroos celebrates after scoring aga Foto: Reuters/EDDIE KEOGH Schon in Minute 7 stellten die Bayern die Weichen auf Sieg: Kroos durfte ungehindert von der Strafraumgrenze schießen, weil sich Arsenal-Verteidiger Mertesacker nicht für seinen Kollegen aus dem deutschen Team zuständig fühlte – 1:0 für Bayern. Nach 21 Minuten stand es 2:0: Van Buyten kommt nach einem Kroos-Eckball ungehindert zum Kopfball, Arsenal-Keeper Szcsesny konnte nur kurz wegschlagen, Müller staubt ab.

Dann war es lange ein Schaulaufen, bei dem auch David Alaba im Bayern-Dress zwar dabei, aber nicht mittendrin war. Bis Bayern-Keeper Neuer sich entschied, bei einem Corner herauszulaufen, aber nicht ins Spiel einzugreifen: Ex-Bayern-Stürmer Podolski köpfelte ins verlassene Tor (55.). Dass der Eckball eigentlich keiner war, kann auch keine Erklärung für Neuers seltsames Verhalten sein.

Das 1:2 machte Arsenal Mut. Der eingewechselte Giroud schoss bei der größten Ausgleichschance Neuer ab. Die Bayern blieben effektiver. Torjäger Mandzukic war mit der Wade zur Stelle. Dessen erstes Champions-League-Tor in dieser Saison brachte den 3:1-Endstand (77.).

Porto schlägt Malaga

Offener ist die Ausgangslage im iberischen Duell zwischen dem FC Porto und Malaga. Die Portugiesen gewannen das Heimspiel dank eines Treffers von Joao Moutinho (56.) mit 1:0 (0:0), die Spanier dürfen in ihrer CL-Premierensaison damit weiter vom Endspiel am 25. Mai im Wembley-Stadion träumen.

Das Achtelfinal-Hinspiel zwischen Arsenal London und dem FC Bayern München fand den erwarteten Ausgang. Die in Hochform spielenden Gäste setzten sich mit 3:1 durch. Die Bayern erwischten einen perfekten Start. Schon nach sieben Minuten fand ein toller Schuss von Toni Kroos den Weg ins Netz. Für das 2:0 sorgte Thomas Müller, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie spitzelte. Arsenal hielt zwar mit viel Einsatz dagegen, Zählbares sprang vorerst aber nicht heraus. Bis sich Manuel Neuer zu einem unerklärlichen Ausflug entschied. Lukas Podolski durfte den Ball nach einer Ecke ins verlassene Tor köpfeln. Das Tor des Ex-Bayern-Spielers verlieh den Gunners wieder etwas Hoffnung. Doch die Bayern machten den Sack zu. Auch wenn es auf diesem Bild nicht den Anschein hat, erzielte Mandzukic in dieser Situation das 3:1. Auch die Arsenal-Spieler waren über die Art und Weise verwundert, wie der Kroate den Ball über die Linie stolperte. Schwieriger könnte die Ausgangsposition für die Londoner vor dem Rückspiel in München kaum sein. Im Parallelspiel verspricht die Ausgangsposition etwas mehr Spannung. Joao Moutinho schoss den FC Porto vor eigenem Publikum zu einem knappen 1:0-Sieg über Malaga... ... und ließ sich anschließend feiern. Malaga-Keeper Caballero hatte die undankbare Aufgabe, den Ball aus dem Netz zu holen. Auch wenn die Spanier mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen, ist die Chance auf den Aufstieg ins Viertelfinale weiter intakt.
(kurier) Erstellt am
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