Bayern marschiert, Hertha träumt

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Foto: APA/AFP/PATRIK STOLLARZ David Alaba und die Bayern sind eine Runde weiter.

Alaba & Co. schalten Zweitligist Bochum aus. Die Berliner dürfen weiter vom Heim-Finale träumen.

Viel Arbeit, wenig Glanz: Mit einigen Anlaufschwierigkeiten hat der FC Bayern München zum 27. Mal das deutsche Cup-Halbfinale erreicht und sein Triple-Ziel weiter fest im Blick. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola löste am Mittwochabend die unbequeme Viertelfinal-Aufgabe beim aufopferungsvoll kämpfenden Zweitligisten VfL Bochum mit einem 3:0 (1:0).

Zweimal Robert Lewandowski (38. und 90. Minute) sowie Thiago (61.) bescherten dem Rekord-Pokalsieger zum siebenten Mal in Serie die Halbfinal-Teilnahme. ÖFB-Star David Alaba spielte bei den Bayern auf der linken Abwehrseite durch. Bayern-Star Thomas Müller war mit einem Foulelfer kurz vor der Pause an Tormann Manuel Riemann gescheitert (44.). Dem Strafstoß war ein Foul von Jan Simunek gegen Arjen Robben vorausgegangen, der Bochum-Verteidiger hatte dafür Rot (43.) gesehen.

Hertha träumt vom Heim-Finale

1. FC Heidenheim vs Hertha BSC Foto: EPA/DANIEL MAURER Genki Haraguchi (Mitte) traf für die Hertha, Ibisevic (re.) sogar doppelt. Erstmals seit 35 Jahren stehen die Profis von Hertha BSC im Halbfinale des DFB-Pokals und sind dem Traum vom Heim-Endspiel so nah wie nie zuvor. „Wir wollen ganz klar ins Finale“, kündigte Mitchell Weiser nach dem 3:2 beim 1. FC Heidenheim und zeigte vor der Sky-Kamera stolz das vorbereitete T-Shirt mit der Aufschrift: „DER NÄCHSTE BITTE“! Sein Trainer Pal Dardai wünschte sich „ein Heimspiel, ganz egal wer kommt, ein Heimspiel, dann kann alles passieren.“

Letztendlich souverän löste der Bundesliga-Dritte am Mittwochabend die Viertelfinal-Pflichtaufgabe und setzte sich beim Zweitligisten souverän durch. Zwar hatte Arne Feick (10.) die Hausherren vor 11 900 Zuschauern in Führung geschossen, doch der Bosnier Vedad Ibisevic (14./21.) rückte mit einem Doppelschlag die Verhältnisse schnell wieder zurecht. Der Japaner Genki Haraguchi (58.) machte mit seinem Treffer alles klar. Das Anschlusstor von Kapitän Marc Schnatterer per Elfmeter in der 82. Minute kam zu spät.

Dardei fand die Darbietung seines Teams insgesamt gut, aber „wir machen nicht das vierte Tor, und dann kann so ein kontrolliertes Spiel auch noch schief gehen.“ Heidenheims Coach Frank Schmidt stellte fest: „Wir haben zu schnell den Ausgleich bekommen und auch ein dummes Tor zum 1:2 kassiert.“

Nach der nüchtern vorgetragenen Darbietung auf der Ostalb dürfen die Berliner weiter von der Endspiel-Teilnahme am 21. Mai im Olympiastadion und vom ersten DFB-Pokalsieg der Vereinsgeschichte träumen. Seit 1985, seit das Finale in Berlin gespielt wird, war es der ironische Gag der Hertha-Fans gewesen: „Die Alte Dame steht im Pokalfinale im eigenen Stadion - ha, ha!“ Nun fehlt dem von Trainer Dardai runderneuerten Team nur noch ein Sieg in der Runde der letzten Vier am 19./20. April und die Profis hätten das geschafft, was der Hertha-Reserve mit der Finalteilnahme im Jahr 1993 gelungen war.

Bereits am Dienstagabend hatten Borussia Dortmund (3:1 in Stuttgart) und Werder Bremen (3:1 in Leverkusen) den Halbfinal-Aufstieg geschafft.

Die Auslosung für das Halbfinale am Mittwochabend ergab die Paarungen Bayern München - Werder Bremen sowie Hertha BSC - Borussia Dortmund.

(apa / ab) Erstellt am
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