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Lorbeeren: Nacer Barazite spielte 2011 ein starkes Jahr in Wien.
Lorbeeren: Nacer Barazite spielte 2011 ein starkes Jahr in Wien. - Foto: apa

Letztes Update am 26.01.2013, 09:43

Austria: Barazite in der Warteschleife. Nacer Barazite soll leihweise zur Austria wechseln. Noch fehlt die Transferbestätigung.

Kommt er zurück, oder kommt er nicht zurück? Er sollte kommen – jedenfalls deutet alles derzeit darauf hin, dass Nacer Barazite nach einem Jahr wieder zur Austria zurückkehren wird.

Freitagvormittag brachte die südfranzösische Tageszeitung Nice-Matin Bewegung in die Causa. „AS Monaco: Barazite geht zu Austria Wien“, titelte die Zeitung, die über die Vorgänge beim Klub aus dem Fürstentum auch wegen der geografischen Nähe des Erscheinungsortes Nizza immer bestens informiert ist. Monaco und die Austria sollen sich über einen Leihvertrag bis Sommer 2013 plus Kaufoption verständigt haben.


Die Meldung aus Frankreich kurbelte in Österreich natürlich die Medienmaschinerie an, so ziemlich jeder Informationsspender vermeldete das Leihgeschäft. Alle bezogen sich allerdings auf die Quelle Nice-Matin.

Die Austria wurde in die Offensive gedrängt, obwohl man einen Vollzug nicht vermelden konnte. „Ich hätte ihn gerne in meiner Mannschaft“, ließ Trainer Peter Stöger aus dem Austria-Trainingslager in Lara wissen. „Es hat Gespräche gegeben“, meinte Austrias Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer in Wien.

Barazite selbst machte am Freitagvormittag, was er in den letzten Monaten immer machte: Er trainierte brav bei AS Monaco. Spielen durfte er beim französischen Zweitligisten schon lange nicht mehr – zuletzt 27 Minuten am 30. September 2012. Obwohl der Niederländer mit kolportierten 4,5 Millionen Euro Ablöse der drittteuerste Spieler in Monacos Kader ist, legt Startrainer Claudio Ranieri (Ex-Juventus- und Chelsea-Coach) keinen Wert auf seine Dienste.

Auf der Suche

Jürgen Werner, der Manager des 22-Jährigen, sucht für seinen Klienten, der sich schon bei Arsenal und Arnheim nicht hatte durchsetzen können, seit Längerem ein neues Betätigungsfeld. Im Sommer 2012 gab es Verhandlungen mit Salzburg, die zunächst an Monaco und dann an der sportlichen Neuausrichtung von Red Bull scheiterten.

Werner versuchte, Barazite in Deutschland unterzubringen. Der Niederländer soll bei mehreren Klubs angeboten worden sein, darunter Eintracht Frankfurt. Doch diese Türen haben sich nicht geöffnet –im Gegensatz zu jener bei der Austria.

Die Wiener sollen einen Zusatzsponsor gefunden haben, der Barazites Gehalt mitfinanziert. Trotzdem wird der Niederländer Einbußen hinnehmen müssen. Denn jenes Gehalt, das ihm der bis 2016 laufende Vertrag in Monaco garantiert, übersteigt die Möglichkeiten der Austria bei Weitem.

(kurier) Erstellt am 26.01.2013, 09:43


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