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Klaus Allofs verlässt Bremen.
Klaus Allofs verlässt Bremen. - Foto: rts

Letztes Update am 14.11.2012, 10:52

Allofs von Werder zu Wolfsburg. Der bisherige Sportmanager der Bremer steht ab sofort in Diensten des VW-Vereins.

Nach 13 Jahren trennen sich die Wege von Klaus Allofs und Werder Bremen: Der 55-jährige Sportmanager wechselt mit sofortiger Wirkung zum VfL Wolfsburg.

Die Spatzen haben den Wechsel zwar schon einige Zeit von den Dächern gepfiffen, die konkreten Verhandlungen hatten sich dann aber doch etwas in die Länge gezogen. In der Nacht auf Mittwoch konnten sich die Vereine aber schließlich doch einigen.

"Wir sind zu einer guten Einigung mit Werder gekommen", berichtete VW-Kommunikationschef und Aufsichtsratsvize Stephan Grühsem. Allofs unterschreibt einen Dreijahresvertrag und soll, wie der kicker berichtet, zwischen drei und fünf Millionen Euro pro Jahr verdienen - deutlich mehr als bei Werder Bremen. In der Amtszeit von Allofs wurde Bremen 2004 Meister, 2004 und 2009 Cupsieger, und spielte fünf mal in der Champions League.

Nachfolge

Als Topkandidat für die Nachfolge von Allofs wird in Bremen neben dem Ex-Profi Frank Baumann, der bisher in der Scouting-Abteilung arbeitete und ab sofort Trainer Thomas Schaaf unterstützt, auch Dietmar Beiersdorfer gehandelt. Der frühere Chef der Fußball-Abteilung von Red Bull Salzburg ist derzeit als Sportdirektor bei Zenit St. Petersburg engagiert. "Dazu möchte ich mich nicht äußern", antwortete Beiersdorfer am Mittwoch auf die Frage nach seinen Kontakten zu Werder.

Der Wechsel von Allofs kostet die Wolfsburger mehrere Millionen. "Wir wollten eine viel bessere Lösung, und die haben wir nicht gekriegt", sagte Werder-Aufsichtsratschef Willi Lemke zu den Verhandlungen: "Die Wolfsburger wollten nicht so viel ausgeben und sind auch unglücklich, weil sie mehr ausgeben mussten als sie wollten." Lemke wurde nach eigenen Angaben vom Allofs-Wechsel "kalt erwischt".

Gelegenheit

Allofs erklärte seinen Abschied mit der Suche nach einer neuen Herausforderung. "Der Grund ist nicht Unzufriedenheit, Querelen oder fehlende Perspektive", sagte Allofs: "Es war einfach die Gelegenheit." Es habe schon häufiger in der langen Zeit bei Werder Anfragen anderer Klubs gegeben, aber "dieses Mal war ich bereit. Das ist auch eine Sache des Gefühls. Die Zeichen stehen auf Veränderung". In Wolfsburg soll Allofs einen Vertrag bis 2016 erhalten und am Donnerstag vorgestellt werden. Der 55-Jährige hat unbestätigten Berichten zufolge sein Gehalt auf rund drei Millionen Euro pro Jahr verdoppelt und zudem bei Transfers mehr Geld als in Bremen zur Verfügung.

Dass Werder-Trainer Thomas Schaaf seinem langjährigen Kollegen zum VfL folgt, gilt alsunwahrscheinlich. "Wir haben dort einen Trainer, der sehr gut ist", sagte Allofs mit Verweis auf den Interimscoach Lorenz-Günther Köstner. Er schränkte jedoch ein: "Ich sage nicht leichtfertig, dass das für alle Zeiten ausgeschlossen ist, auch wenn das jetzt überhaupt nicht auf dem Programm steht."

(KURIER) Erstellt am 14.11.2012, 10:52

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