Holdhaus zeigt sich erschüttert
ÖOC: Wirtschaftsprüfer schalten sich ein Zum Hauptartikel
Hans Holdhaus' Beteiligung an einem Tiroler Reisebüro wird unter die Lupe genommen. Die ÖOC-Bosse halten sich bedeckt.
Hans Holdhaus sorgt für Gesprächsstoff.
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Die gewichtigen Herren ließen sich am Freitag vorerst nicht aus der Reserve locken.
Karl Stoss, der Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees, urlaubt; Peter Schröcksnadel, sein Vize, erholt sich vor Winterspiel-Beginn von einer Verkühlung; Sportminister Norbert Darabos hatte als oberster Landesverteidiger eine Bundesheer-Angelobung zu bestreiten.
Dennoch sorgt Multifunktionär Hans Holdhaus in sportpolitischen Kreisen für Gesprächsstoff. Wie berichtet hat Österreichs Chef de mission bei den Winterspielen knapp zehn Jahre lang eine 48-Prozent-Beteiligung an einem Tiroler Reisebüro gehalten, das bis 2005 umfangreiche Geschäfte mit dem ÖOC tätigte.
Mehr noch: Heinz Jungwirth, Holdhaus-Bekannter und mittlerweile gefeuerter ÖOC-Generalsekretär, soll laut Holdhaus ebenfalls an der Firma beteiligt gewesen sein. Eine klassische Unvereinbarkeit, in beiden Fällen, wie Experten konstatieren.
Prüfung
Der neue ÖOC-Boss Karl Stoss hatte bereits bei seinem Amtsantritt eine klare Trennlinie zur Vergangenheit gezogen und bei der Wirtschaftsprüfungskanzlei Deloitte weitere Prüfungen veranlasst. "Natürlich wird auch die Holdhaus-Beteiligung unter die Lupe genommen werden", sagt ein Mitglied des neuen ÖOC-Vorstandes, das namentlich nicht genannt werden möchte.
Die Aufarbeitung der dunklen Vergangenheit gestaltet sich selbst für die Staatsanwaltschaft schwierig: Im ÖOC sind Buchungsunterlagen kritischer Jahre spurlos verschwunden.
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