Wieder Ärger im Daviscup-Team
Mit Oliver Marach und Julian Knowle hat Österreich zwei Weltklasse-Doppelspieler, doch nur einer der beiden wird nominiert werden.
Oliver Marach (li.) ist nicht der einzige Doppel-Spezialist im ÖTV-Team.
DruckenSendenLeserbrief
kommentieren
Zwei Spiele, zwei Siege. Gruppen-Erster. Trotz der makellosen Bilanz hat das österreichisch-polnische Tennis-Doppel Oliver Marach/Lukasz Kubot beim World-Tour-Finale in London das Halbfinal-Ticket nicht sicher. "Wir müssen einen Satz gewinnen", sagt Marach vor dem letzten Gruppenspiel heute gegen die US-Brüder Bryan.
Der Steirer könnte als zweiter Österreicher nach Julian Knowle 2007 (auch im Doppel) das Semifinale beim Saisonfinale erreichen. Ausgerechnet Knowle ist es nun, der für Ärger bei Marach sorgt. Thema ist wieder einmal der Daviscup.
"Ich war in Chile nur dabei, weil Oliver abgesagt hat. Diesmal werde ich nicht so lange warten, bis mir Schaller ( Daviscup-Kapitän, Anm. ) sagt, 'Oliver mag nicht, jetzt darfst du'", sagte Knowle im Hinblick auf das Spiel der Euro-Afrika-Zone im März gegen die Slowakei.
Für Marach eine Unterstellung: "Ich habe nie gesagt, dass ich in Chile nicht spielen will. Ich habe Schaller nur zu bedenken gegeben, dass ich weder mit Julian, noch mit Jürgen ( Melzer, Anm. ) eingespielt bin." Selbst im Training hätte man alles auf Melzer/Knowle ausgerichtet: "Ich hab' bei den Einheiten immer nur gegen Julian und Jürgen gespielt."
Er sei gegen die Slowakei bereit, aber nur, wenn er mit dem Partner "mindestens eine Woche" trainieren kann. Kapitän Schaller wird erneut nur einen Doppel-Spezialisten einberufen.



