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Deutsches Double in der Stadthalle

Der Sieg ging an Christian Ahlmann. Erstmals in der Geschichte des Turniers konnte sich kein Österreicher für das Stechen qualifizieren.

Double-Gewinner Christian Ahlmann auf Lorenzo Double-Gewinner Christian Ahlmann auf Lorenzo DruckenSendenLeserbrief
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Im Vorfeld war es nur noch um Rekorde gegangen.

Würde Reitlegende Hugo Simon oder der Schweizer Sunnyboy Beat Mändli mit dem fünften Sieg in der Stadthalle die alleinige Führung in der Rekordliste übernehmen? Oder würde Lokalmatador Thomas Frühmann endlich seinen vierten Sieg in der Stadthalle landen und zu den beiden aufschließen?

Bei der Entscheidung waren sie alle bereits ausgeschieden. Der 67-jährige Simon stand da schon am Rande des Parcours, rauchte eine Zigarette und sah zu, wie der Deutsche Christian Ahlmann das Stechen knapp vor Piet Raijmakers aus den Niederlanden gewann.

Raijmakers war wie Ahlmann fehlerfrei auf das letzte Hindernis zugerast, hatte alles riskiert – und verloren. Weil er bei der letzten Hürde einen Fehler machte, musste er sogar noch Platz zwei an die langsamere, aber fehlerlose und in Deutschland lebende Neuseeländerin Samantha McIntosh abtreten.

Winner

Christian Ahlmann gewann übrigens auf Lorenzo. Nicht auf Cöster. Bei dem bei den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong das Medikament Capsaicin nachgewiesen worden war. Der Internationale Sportgerichtshof CAS sah im Fall Ahlmann/Cöster Doping - und sperrte Ahlmann für acht Monate.

Nach derzeitigem Stand dürfte Ahlmann bei Olympia 2012 nicht starten, weil jeder Reiter mit einer Sperre von mehr als einem halben Jahr für die nächsten Spiele gesperrt ist. Ahlmann, der auch für zwei Jahre vom Deutschen Nationalteam ausgeschlossen wurde, hat gegen den CAS-Entscheid allerdings im Juli vor einem Schweizer Gericht geklagt."Es ist eine Freude, hier zu reiten", sagte der erstmalige Sieger der Stadthalle.

Ahlmann war zugleich der erste Reiter seit Hugo Simon 2000, der das Double aus Grand Prix und Wiener Hallenderby (Samstag) gewinnen konnte.


Loser

Simon wurde als Neunter bester Österreicher. Der größte Feind eines Heimsieges war Montag Abend die letzte Hürde: Mit Thomas Frühmann, Christian Fries und Gerfried Puck scheiterten gleich drei von zehn Österreichern erst am letzten Hindernis.

Und der Superstar? Europameister Kevin Staut renovierte den Parcours und sammelte 15 Fehlerpunkte. Ahlmann hatte hingegen freie Fahrt mit seinem Gewinn: Er sackte für seinen Sieg einen B-Klasse-Mercedes um 23.000 vom Hauptsponsor ein.



Artikel vom 16.11.2009 22:42 | KURIER | Dominik Sinnreich, Harald Ottawa


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