Dienstag, 9. Feber 2010 | Schriftgröße: AAA

» Registrieren / Anmelden

Rogan will Weltrekord zurück

Nach seinem am Dienstagabend in Stockholm erschwommenen Europarekord will Markus Rogan mehr. Nächste Station: Wien.

Markus Rogan kommt immer besser in Form. Markus Rogan kommt immer besser in Form. DruckenSendenLeserbrief
kommentieren Bookmark and Share
Markus Rogan ist zumindest in sportlicher Hinsicht auf die Erfolgsbahn zurückgekehrt. Mit der Verbesserung seines Europarekords über 200 m Rücken um zwei Zehntelsekunden auf 1:47,64 Minuten schaffte er am Mittwoch in Stockholm früher als allgemein angenommen wieder den Sprung zurück ins Rampenlicht. Exakt 100 Tage davor war er nach der "Prügel-Affäre" in einer Diskothek in Ostia in einem Römer Krankenhaus gelegen.

Rogan bewies im Finale des Weltcup-Events, wie schon im Vorlauf, besonders im Finish Stärke. Nach 50 m Vierter sowie zur Hälfte der Renndistanz Dritter, nahm der 27-Jährige auf dem dritten 50er der Konkurrenz eine Sekunde und mehr ab. Damit schob er sich am südafrikanischen Weltrekordler George du Rand vorbei und an Arkadij Wjatschanin heran. Im Ziel verteidigte er seinen Europarekord gegenüber dem Russen um 2/100.

Anzug-Spiele

Dieses Finish erinnerte etwas an das Kurzbahn-EM-Finale am 8. Dezember 2005 in Triest, als sich Rogan im Endspurt von Wjatschanin leicht absetzte und in 1:50,43 Minuten seinen ersten Weltrekord fixierte.

Sein jetziger Europarekord ist um 2,79 Sekunden besser, allerdings ist die Schwimmanzug-Situation mit einzuberechnen. Rogans in einem Speedo-Anzug errungener WM-Weltrekordsieg in 1:47,84 am 13. April 2008 in Manchester ist daher etwas höher einzuschätzen als die in einem Jaked-Anzug erbrachte Stockholm-Leistung.

Freilich dürfte der SVS-Schwechat-Athlet aber noch nicht alle seine Möglichkeiten ausgereizt haben. Unmittelbar vor dem Weltcup in Moskau vergangene Woche war der Wiener von einem Vorbereitungscamp gekommen, trat in der russischen Hauptstadt dementsprechend müde an. Daher und auch wegen des Jetlags waren seine Zeiten dort eher bescheiden. Die Steigerung in Stockholm war nach nur vier Tagen Erholung dafür äußerst bemerkenswert.

"Und die Erholung geht noch weiter", kündigte Rogans Trainer Paul Eder an. Der Wiener wird Österreichs "Sportler des Jahres" 2004 in zwei Wochen beim Wiener Ströck-Qualifying sowie auch von 10. bis 13. Dezember bei der EM in Istanbul betreuen. "Das Ziel ist ganz klar, sich den Weltrekord zurückzuholen", erklärte der Coach. Sollte dieser Coup über 200 m Rücken einmal gelungen sein, könnte es durchaus einen EM-Verzicht Rogans über diese Strecke geben.


Artikel vom 12.11.2009 14:55 | apa | pan


kommentieren

Kommentare werden geladen...


Fußballtabellen



Werbung